15. Alles, was man wissen muss: 12 Informationen für die LAA

Lehramtsanwärter/-innen 2020 

In den letzten Wochen haben sich zahlreiche LAA mit den verschiedensten Fragen, die die Corona Pandemie und die damit verbundene Schulschließungen und -öffnungen mit sich bringen, an den VBE gewandt. Der Junge VBE hat die Fragen für Euch gesammelt und beantwortet mit dem momentanen Wissenstand vom 25. Mai 2020.

PDF zum Download

1. Finden zur Zeit Einstellungen in ein Beamtenverhältnis statt?
Ja, die Einstellungen laufen momentan auch während der Corona-Pandemie. Die nächsten Auswahlgespräche finden ab dem 18. Juni 2020 statt. Die letzte Listenziehung fand am 13. Mai 2020 für Einstellungen zum 1. Juni 2020 statt. Die Möglichkeit der Listenziehung wird momentan intensiv und verstärkt von den Bezirksregierungen genutzt. Bitte nutzt daher auch diesen Weg für eine Einstellung in den Schuldienst. Aktuelle Termine und alle wichtigen Informationen findet ihr auf der Internetseite der Lehrereinstellung Online.NRW (genannt: LEO).

2. Habe ich Chancen auf eine feste Stelle, auch wenn ich aus Angst vor Ansteckung nicht an Auswahlgesprächen vor Ort teilnehmen möchte?
Nein, in diesem Fall hast du keine Chance auf eine feste Stelle an einer ausgeschriebenen Schule. Du musst immer persönlich vor Ort zum Auswahlgespräch anwesend sein. Dabei werden die Hygienestandards und der Mindestabstand eingehalten. Auch ein Vorstellungsgespräch auf Distanz zum Beispiel via Videokonferenz ist nicht möglich. Sollte eine Infektion geschehen, beginnen zwei Wochen Quarantäne. Es gibt zudem die Möglichkeit am Listenverfahren teilzunehmen. Hierbei werden Stellen nach einer entsprechenden gebildeten Rangfolge ohne Auswahlgespräch vergeben.

3. Kann ich am Listenverfahren teilnehmen?
Ja und du solltest das auch, zusätzlich zu den Bewerbungen auf schulscharfe Ausschreibungen. Denn es gibt zwei Verfahrenstypen, in denen über die Vergabe von Einstellungsangeboten entschieden wird:
1) Im Ausschreibungsverfahren und
2) im Listenverfahren.

Grundsätzlich kann sich zunächst jeder bewerben, der über ein in Nordrhein-Westfalen erworbenes, einstellungsrelevantes Lehramt verfügt. Über das Listenverfahren sollen insbesondere Schulen in schwer zu versorgenden Regionen mit ausgebildeten Lehrkräften versorgt werden. Außerdem werden mit dem Listenverfahren Stellen besetzt, die im Ausschreibungsverfahren nicht vergeben werden konnten. So werden anhand der von den Schulen gemeldeten Bedarfe nach Fächerkombinationen, Lehramtsbefähigungen und den von den Bewerbern angegebenen Ortswünschen Angebote entsprechend der gebildeten Rangfolge vergeben. Die Rangfolge wird aus den Noten des 1. und 2. Staatsexamens sowie evtl. anrechenbaren Vertretungsstunden gebildet.
Grundlage für das Listenverfahren ist die Bewerbungsdatei, in die man sich als Bewerber ganzjährig eintragen kann. Es können bis zu max. 12 Kreise bzw. kreisfreie Städte als Ortswünsche angegeben werden. Wenn man an einen bestimmten Wohnort unabdingbar gebunden ist, sollte man abwägen, in welchem Umkreis man noch eine Stelle annehmen könnte, denn eine Versetzung wird absehbar nicht erfolgen können.

Man kann für jede Schulform ein Angebot erhalten, für die die eigene Lehrbefähigung maßgeblich ist. Bei Vorliegen mehrerer Lehrbefähigungen oder bei der Lehrbefähigung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entsprechenden Jahrgangsstufen der Gesamtschulen können Sie eine Auswahl hinsichtlich der Schulstufe treffen.

Seiteneinsteiger ohne Lehramt können sich nicht im Listenverfahren bewerben.
Eine für das Listenverfahren abgegebene Bewerbung ist nach Abschluss der Einstellungsverfahren zum jeweiligen Schuljahresbeginn bewerberseits jährlich zu erneuern; wird also nicht fortgesetzt! Die Erklärung einer Bewerbungserneuerung erfordert nicht die erneute Vorlage der Bewerbungsunterlagen.

4. Finden momentan amtsärztliche Untersuchungen statt?
Es finden momentan amtsärztliche Untersuchungen statt. Allerdings unterscheidet sich die Terminverteilung in den Gesundheitsämtern. Das für Beamtenrecht federführende Ministerium des Innern hat eine zeitlich begrenzte Ausnahmeregelung getroffen (bis zum 30.06.2021), für die Feststellung der gesundheitlichen Eignung bei Berufung in ein Beamtenverhältnis mit Erlass vom 24.04.2020. Unter dem Punkt „Einstellung von Probebeamten heißt es „Auf ein ärztliches Gutachten kann vor Begründung eines Beamtenverhältnisses auf Probe verzichtet werden, wenn die gesundheitliche Eignung hierfür bereits anlässlich der Berufung in ein unmittelbar vorangegangenes Beamtenverhältnis auf Widerruf (…) amtsärztlich festgestellt worden ist und sich während des Beamtenverhältnisses auf Widerruf keine Anhaltspunkte für gesundheitliche Beeinträchtigungen ergeben haben. Sollte ein entsprechendes Zeugnis nicht vorliegen und eine amtsärztliche Untersuchung vor Berufung in ein Beamtenverhältnis auf Probe aufgrund der aktuellen Lage nicht möglich sein, kann auch – (…) ein anderes ärztliches Zeugnis (Gutachterpraxis, betriebsärztlicher Dienst, privatärztliches Gutachten) verwendet werden. Das ärztliche Zeugnis soll dabei unter
Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu der Frage Stellung nehmen, ob aufgrund des bisherigen und derzeitigen Gesundheitszustandes mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit erheblichen krankheitsbedingten Fehlzeiten und/oder vorzeitiger, krankheitsbedingter Dienstunfähigkeit bezogen auf die zu erwartenden Anforderungen der Tätigkeit mit ihren spezifischen Belastungen zu rechnen ist (…)

Sollte auch ein anderes ärztliches Gutachten aufgrund der aktuellen Lage (Überlastung des Gesundheitssystems) nicht rechtzeitig eingeholt werden können, kann eine Verbeamtung auf Probe mit der Maßgabe erfolgen, dass die Feststellung der gesundheitlichen Eignung angesichts der aktuellen Auslastung der Gesundheitsämter derzeit nicht getroffen werden kann und unverzüglich nachzuholen ist, wenn die entsprechende Funktionsfähigkeit der Gesundheitsämter wieder gegeben ist - spätestens jedoch vor einer Übernahme in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit. Die Bewerberinnen und Bewerber sind hierüber zu belehren. Voraussetzung ist, dass die Bewerberin bzw. der Bewerber versichert, dass keine gesundheitlichen Bedenken gegen eine Einstellung in das Probedienstverhältnis bestehen. Bestehen aufgrund dieser Erklärung, aufgrund längerer krankheitsbedingter Fehlzeiten oder aufgrund sonstiger Erkenntnisse Zweifel an der gesundheitlichen Eignung, kommt eine Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe ohne (amts-) ärztliche Untersuchung nicht in Betracht.“

5. Wie viele Unterrichtsbesuche muss ich halten?
Die Anzahl der Unterrichtsbesuche wird (im Moment) so bestehen bleiben. Die Ausbildungsordnung wird sich nicht ändern. Dort steht, dass es in der Regel zehn Besuche sein werden. Im Moment wird überlegt, wie die Durchführung der Besuche an die momentane Situation angepasst werden kann. Es heißt, dass die Besuche geplant, durchgeführt und besprochen werden. Zur Durchführung kann dann z.B. auch ein Beitrag zum Online-Lernen gezählt werden. Viele Lorientieren sich aktuell bei der Durchführung von Unterrichtsbesuchen an den Vorgaben des Landesprüfungsamtes (Handreichung des MSB - Stand 15.04.2020) zu den modifizierten Prüfungsverfahren bei Aussetzung des Unterrichtsbetriebes.

Genaue und weitere Informationen erhältst du in deinem ZfsL, da jedes ZfsL unterschiedliche Konzepte aufgestellt hat.

6. Können Unterrichtsbesuche auch in kleineren Klassenstärken stattfinden?
Ja, jede Teilgruppe wird in der Regel momentan für die Unterrichtsbesuche oder das Eingangs- und Perspektivgespräch (EPG) als Lerngruppe anerkannt. Genaue und weitere Informationen erhältst du in deinem ZfsL, da jedes ZfsL unterschiedliche Konzepte aufgestellt hat.

7. Kann ich als Klassenlehrer/in eingesetzt werden, wenn mein Mentor/in zur Risikogruppe zählt?
Aktuell ist es so, dass deine Schulleitung mit dir gemeinsam einen flexiblen Einsatz - auch bezogen auf die Fächer - abstimmen kann (18. Schulmail vom 30.04.2020).
Gehört deine Ausbildungslehrerin/dein Ausbildungslehrern zur Risikogruppe und kann daher nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden, muss der Präsenzunterricht natürlich aufgefangen werden. Dies kannst du als LAA vor allem in deinen Ausbildungsfächern natürlich übernehmen und als Ansprechpartner/in vor Ort für die Kinder da sein. Die Klassenleitung liegt in dem Fall jedoch weiterhin bei der Mentorin/dem Mentor, da diese auch aus der Distanz wahrgenommen werden kann.
Sollte es Schwierigkeiten bei deinem Einsatz geben, ist die/der ABB dein Ansprechpartner. Außerdem kannst du dich natürlich jederzeit an deine Seminarleitung wenden.

8. Was ist, wenn ich zur Risikogruppe zähle?
Wenn du zu einer Gruppe gehörst, bei der ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit dem Corona-Virus (COVID-19) besteht, darfst du nach dem Erlass vom 22. Mai „Regelungen zum Einsatz des Personals; Umgang mit der Corona-Pandemie“ auf der Grundlage eines ärztlichen Attestes mit individueller Bewertung unter Berücksichtigung der Kriterien des RKI von den Verpflichtungen zum Präsenzunterricht (einschl. Pausen- und Klausuraufsichten etc.) befreit werden. Bis zur Vorlage eines solchen ärztlichen Attests bist du allerdings zum Dienst verpflichtet. Diese Regelungen gelten ab dem 02.06.2020. Ob sich diese bis zu den Sommerfeien so fortsetzen lassen, wird sich in der Praxis zeigen. Sollten sich hierzu Änderungen ergeben, gibt es zeitnah auf unserer Homepage www.vbe-nrw.de aktuelle Informationen dazu. Auf der Homepage des Robert-Koch-Institutes findest du ebenfalls alle aktuellen Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf.
Beim Lernen auf Distanz (z.B. digitalen Lernformaten) kannst du dich selbstverständlich einbringen. Auch die Teilnahme an (z.B. prüfungsvorbereitenden) Konferenzen und schulinternen Besprechungen ist – unter Einhaltung der Hygienevorgaben - zulässig.

Hinweis: Schwangere und stillende Lehrerinnen
Solltest du aktuell schwanger sein oder stillen, bist du auf Wunsch ohne Vorlage eines ärztlichen Attestes von dem Einsatz im Präsensunterricht (einschl. Pausen- und Klausuraufsichten etc.) befreit.

9. Was ist, wenn meine Schule geschlossen ist und ich einen UPP-Termin habe?
Dein Vorbereitungsdienst endet demnächst und deine terminierte Staatsprüfung muss verschoben werden, da der Schulbetrieb vorerst ausgesetzt wird?
Hier können wir euch berichten, wie es den LAAs im letzten Durchgang ergangen ist. Feste Regelungen oder Erlasse gibt es für diese außergewöhnliche Situation (noch) nicht.
Zunächst kann dein Prüfungstermin verschoben werden – in der Hoffnung, dass dann die Schule wieder ganz normal läuft.
Ist aber abzusehen, dass dies nicht der Fall sein wird, können Staatsprüfungen in einem modifizierten Verfahren durchgeführt werden.
Hierfür grundlegend sind deine Vorbereitungen und die Vorgaben, unter denen du dich auf die Staatsprüfung im bekannten Format vorbereitet hast.
Bei dem modifizierten Verfahren kannst du deine Unterrichtsplanung beibehalten.
Die beiden Unterrichtsstunden werden aber durch Fachgespräche ersetzt.
Logisch – es sind ja keine Kinder da. Dabei kannst du durch dein Unterrichtsmaterial, Visualisierungshilfen und auch durch kleine Simulationssequenzen deinen ursprünglich geplanten Unterricht präsentieren. Die anderen Prüfungselemente bleiben dabei unverändert. Die Staatsprüfung findet im ZfsL statt.

Wichtig: Der Vorbereitungsdienst wird unter Beibehaltung des Beamtenverhältnisses auf Widerruf bei vollen Bezügen fortgeführt. Der Beihilfeanspruch endet aber mit dem Tag der Zustellung des Zeugnisses.

10. Referendariat in Teilzeit – Geht das?
Ja, das geht! Das Referendariat in Teilzeit konnte erstmals zum Einstellungstermin 1. November 2018 beantragt werden und ist landesweit einheitlich.
So kann dieses Modell aus familienpolitischen Gründen beantragt werden (§ 64 Abs. 1 LBG NRW). Voraussetzung für die Bewilligung einer Teilzeitbeschäftigung ist hier die tatsächliche Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines*r pflegebedürftigen nahen Angehörigen (§ 7 Abs. 3 Pflegezeitgesetz vom 28. Mai 2008).
Die Arbeitszeit reduziert sich auf 75 Prozent der regulären Ausbildungszeit und bewirkt hierdurch eine Verlängerung um sechs Monate des Ausbildungszeitraums von 18 auf 24 Monate. Die Unterrichtsverpflichtung wird von sechs auf acht Quartale verlängert und der selbstständige Unterricht entsprechend von vier auf sechs Quartale ausgedehnt.
Im ZfsL verändert sich die Ausbildung im Teilzeitmodell nur gering; der Tag im Seminar bleibt erhalten. Im vierten Ausbildungshalbjahr ist eine Begleitung durch das Seminar in Form von personenorientierter und fachbezogener Beratung und durch Unterrichtsbesuche vorgesehen. Daraus ergibt sich, dass das Teilzeitmodell vorwiegend Auswirkungen auf den schulischen Teil des Referendariats hat. In der Schule findet die Ausbildung in den ersten drei Halbjahren mit durchschnittlich 9 Wochenstunden statt, im vierten Ausbildungsjahr mit 15 Wochenstunden. Der selbstständige Unterricht wird in den ersten drei vollständigen Schulhalbjahren durchschnittlich sechs Wochenstunden betragen. Es reduzieren sich also die Stunden, die gegeben werden müssen und damit auch die Vorbereitungszeit. Das ganze Drumherum (Konferenzen, Pflegschaften, Sprechtage ...) bleibt aber zu 100% erhalten, was immer bedacht werden muss.
Durch die Verlängerung des Vorbereitungsdienstes von 18 auf 24 Monate reduzieren sich natürlich auch die Anwärterbezüge entsprechend. Das gilt für den Anwärtergrundbetrag, gegebenenfalls für den Familienzuschlag und für die Vermögenswirksamen Leistungen. Die Beihilfe aber wird über die gesamte Dauer des Referendariats ungekürzt gewährt.
Der Antrag auf Teilzeitregelung ist direkt mit der Bewerbung für den Vorbereitungsdienst zu stellen und gilt dann für die gesamte Ausbildungsdauer. Darüber hinaus kann ein Antrag auch innerhalb der ersten zwölf Monate des Referendariats unmittelbar im Anschluss an die Schutzfrist zum Mutterschutz, die Elternzeit oder eine Pflegezeit gestellt werden (§ 16 Freistellungs- und
Urlaubsverordnung). Einen Monat vor deren Ablauf endet die Antragsfrist. Das Teilzeitmodell gilt dann ebenfalls für die gesamte restliche Ausbildungsdauer.
Wenn der Teilzeitgrund erst nach dem Bewerbungsverfahren entsteht, muss der Antrag unverzüglich beziehungsweise mindestens einen Monat vor der Einstellung gestellt werden. Nach der erfolgten Einstellung kann ein Antrag auf Teilzeit nur zu Beginn des auf die Einstellung folgenden ersten oder zweiten Schulhalbjahres bewilligt werden. Ein Antrag auf Teilzeit muss dabei spätestens einen Monat vor Beginn des jeweiligen Schulhalbjahres eingereicht werden.

11. Was sind für mich wichtige Internetseiten?
Alle wichtigen Informationen - nicht nur zur zur Einstellung in den Schuldienst - findest Du auf unseren Seiten. Reinklicken lohnt sich

LEO -Lehrereinstellung Online.NRW
Hier findest Du alle wichtigen und aktuellen Informationen zum Lehrereinstellungsverfahren des Landes NRW-

Landesprüfungsamt NRW für Lehrämter an Schulen
Das Landesprüfungsamt ist eine Einrichtung des Landes NRW im Geschäftsbereich des MSB. Auf seiner Internetseite findest Du aktuelle und zahlreiche Informationen bezüglich Deiner Prüfung.

VERENA.NRW
VERENA.NRW bietet befristete Beschäftigungsmöglichkeiten im Schuldienst.

Unser VBE-Serviceangebot:
Alle aktuellen Informationen zum Umgang mit dem Corona-Virus im Schulbereich, sowie wichtige Links zur Landesregierung NRW, dem Robert-Koch-Institut, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Ministerium für Schule und Bildung u.v.m. findest Du von uns vorbereitet und gesammelt auf unserer Homepage
www.vbe-nrw.de (FAQ).

12. An wen kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?
Wir vom Jungen VBE sind jederzeit für Dich da! Du kannst uns am besten bei Fragen oder persönlichen Anliegen eine Mail schreiben. Unsere Kontakte findest Du hier.

Bei schulischen Fragen kannst Du außerdem Deine(n) Mentor/in, Deine(n) Ausbildungsbeauftragte(n) (ABB), Deine Schulleitung und/oder den Lehrerrat ansprechen. Im ZfsL kannst Du Dich an Deine Seminar-, Fach- und/oder Kernseminarleitung wenden. Des Weiteren kannst Du Dich jederzeit an Deinen Personalrat vor Ort wenden.

Wir wünschen Euch viel Erfolg in eurem Referendariat!

-------------------------------
Rückblick auf die Informationen aus dem MSB:

Der Präsenzausbildungsbetrieb an den ZfsL wird ab 04. Mai 2020 schrittweise wiederaufgenommen (angepasst an die jeweiligen räumlichen Gegebenheiten und die Anforderungen des Infektionsschutzes; ergänzt durch Formate einer Ausbildung auf Distanz) - zunächst für die LAA, die zum 01. Mai 2020 neu eingestellt werden.

In der Amtschefkonferenz der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) am 02.04.2020 wurden wichtige Weichenstellungen für die LAA im Vorbereitungsdienst getroffen, die im Jahr 2020 ihre zweite Staatsprüfung ablegen werden. Dabei wurde vereinbart, dass ihnen keine Nachteile aufgrund von Maßnahmen des Infektionsschutzes entstehen sollen.

NRW hat in den Fällen, in denen noch keine Prüfung durchgeführt werden konnte, einen neuen Prüfungsplan erstellt, der vorsieht, diese Prüfungen im Zeitraum 20. bis 28. April 2020 durchzuführen. Dies soll den Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern einen ordnungsgemäßen Abschluss ihres Vorbereitungsdienstes zum 30. April 2020 und entsprechende Einstellungen in den Schuldienst ermöglichen. Sofern es ab 20. April 2020 und einem alternativen Prüfungszeitraum Mitte Mai nicht möglich sein sollte, dass Prüfungskommissionen zusammentreten und Staatsprüfungen wie geplant durchgeführt werden, können nach dem Beschluss der KMK nunmehr andere Prüfungsformate angewendet werden. Sollte sich der Vorbereitungsdienst der betroffenen Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter dadurch verlängern, würde dies unter Beibehaltung des Beamtenverhältnisses auf Widerruf und unter fortlaufender Gewährung der zustehenden Ausbildungsbezüge (§ 7 Abs.2 LABG) geschehen. Weitere Einzelheiten hier.

Der VBE ist weiterhin in Verhandlungen mit den zuständigen Dienststellen, um insbesondere Benachteiligungen in Einzelfällen auszugleichen. „Letztlich muss es im Sinne aller sein, den aktuell betroffenen Prüfungsjahrgängen möglichst ohne allzu große Nachteile aber auch ohne einen qualitativen Verlust bei der Ausbildung einen gültigen Abschluss zu ermöglichen. Denn nach einer hoffentlich erfolgten Überwindung der Krise werden diese Lehrkräfte weiterhin dringend – vielleicht sogar dringender denn je – gebraucht.“ So der VBE-Vorsitzende Stefan Behlau in einer aktuellen Stellungnahme zur Situation der LAA in NRW.

Update vom 17.04.2020:
Das Ruhen des Unterrichts an Schulen hat auch Folgewirkungen für die Lehrerausbildung. Lehramtsstudierende sowie Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sollen nach Möglichkeit keine Nachteile für ihr berufliches Fortkommen aus der Corona-Krise haben – und wir brauchen mehr denn je neu einzustellende Lehrkräfte. Mit dem geplanten Bildungssicherungsgesetz und Verordnungsregelungen soll es dem Ministerium und den Hochschulen (nach regionalen Gegebenheiten) für das Jahr 2020 ermöglicht werden, Anforderungen an die Dauer und Ausgestaltung der Praktika im Lehramtsstudium zu modifizieren. Einstellungen neuer Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter wird es wie geplant zum 1. Mai 2020 geben; das Einstellungsverfahren in den Bezirksregierungen wird formal weitestgehend flexibilisiert. Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Hochschulprüfungen noch abschließen müssen, können zudem notfalls noch im Juni nachrücken. Schließlich werden zum Abschluss der Ausbildung, im Rahmen der Zweiten Staatsprüfungen, modifizierte Unterrichtspraktische Prüfungen im Laufe des Maies vorgesehen, um möglichst Einstellungen in den Schuldienst noch in diesem Schuljahr zu ermöglichen. Hierzu ist im Rahmen der Kultusministerkonferenz am 2. April 2020 beschlossen worden, auch „andere Prüfungsformate bzw. Prüfungsersatzleistungen“ zuzulassen und die Abschlüsse gegenseitig anzuerkennen. Aus dem aktuellen Prüfungszyklus in Nordrhein-Westfalen seit Februar 2020 stehen von rund 3.800 Prüfungen noch knapp 850 Prüfungen aus. Diese waren vom Landesprüfungsamt zunächst für Ende April neu terminiert worden und sollen jetzt im Mai in veränderter Form durchgeführt werden; hierbei werden die bereits geleisteten Planungen und Vorbereitungen der Kandidatinnen und Kandidaten zugrunde gelegt. Der Vorbereitungsdienst der betroffenen Lehramtsanwärterinnen und -anwärter und das Beamtenverhältnis auf Widerruf verlängert sich automatisch mit einer Verschiebung der Prüfungstermine.

Lesen Sie auch:

1. Notbetreuung und sonstige Präsenzpflicht


2. a Unterstützung bei der Rückkehr in den schulischen Alltag


3. Besoldung und Vergütung


4. Arbeitsplatz als tarifbeschäftigte Lehrkraft


5. Ferien und Wochenenden


6. Personalratswahl


7. Mitbestimmung auch in der Krise


8. Schulbetrieb - Neuer Termin 4. Mai gilt bundesweit


9. Wo bekomme ich Informationen her?


10. Was sollte ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich angesteckt zu haben?


11. Neuer Zeitplan für die Prüfungen in NRW


12. Konferenzen


13. Stornierung Klassenfahrten / Veranstaltungen


14. Blaue Briefe


16. Einstellung in den Vorbereitungsdienst zum 01.05.2020


17. Kein Termin beim Gesundheitsamt zur Gesundheitsuntersuchung


19. NRW verzichtet auf VERA 3


20. Sommersemester 2020 findet statt


21. Maskenpflicht in NRW ab dem 27.04.2020


22. Einrichtung von Online-Angeboten für den Schulbetrieb


23. Zusätzliches Serviceangebot


2. Schutz der Lehrkräfte, Hygienemaßnahmen, Arbeitsorganisation, Schulbetrieb


Grafik: VBE NRW
Die aktuelle CORONA-FAQ-Liste

Neu: LAA, Kita

Grafik: VBE NRW
Schule heute

Ausgabe 0520

Grafik: © PopTika / shutterstock.com
E[LAA]N

Ausgabe 73

Grafik: dbb
Tarifverhandlungen in 2020

SuE: Termin 29.04. fällt aus

Grafik: VBE NRW

Personalvertretungen für Lehrkräfte in NRW


URL dieses Artikels:
http://www.vbe-nrw.de/menu_id/712/content_id/5752.html

VBE-Bezirksverbände

Arnsberg Detmold Düsseldorf Köln Münster

copyright © 2001 - 2019 Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW