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Druck sorgt für erste Bewegungen

Anhörung zur KiBiz-Reform (22.04.2026)

Morgen findet die Anhörung im Landtag zur KiBiz-Reform statt. Familienministerin Verena Schäffer hat bereits im Vorfeld auf die breite Kritik reagiert und Nachbesserungen vorgestellt. Die Stellungnahme des VBE war deutlich. Zu den vorgestellten Änderungen erklärt Doris Feldmann, Beisitzerin Frühkindliche Bildung im Landesvorstand des VBE:

„Es ist gut, dass Familienministerin Schäffer auf die deutliche Kritik aus der Praxis reagiert. Die bisherigen Anpassungen zeigen, dass der Druck wirkt. Mehr Geld – auch für die Sprachförderung, Kita-Helfende für alle und eine Begrenzung der Überbelegung sind erste Bewegungen in die richtige Richtung. Kern- und Randzeiten lehnt der VBE NRW weiterhin grundsätzlich ab.

Das größte Problem bleibt ungelöst: Der Fachkräftemangel ist nach wie vor deutlich spürbar. Es fehlt an wirksamen Ansätzen, um mehr Menschen für diesen Beruf zu gewinnen und langfristig im System zu halten.

Hinzu kommt: Das derzeitige Finanzierungssystem bietet noch kein tragfähiges und nachhaltiges Fundament für ein stabiles Kita-System. Einrichtungen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, ausreichend Zeit für pädagogische Arbeit und eine Finanzierung, die sich an den tatsächlichen Bedarfen orientiert.

Auch für Kinder und Familien ist die Situation weiterhin belastend. Wenn Gruppen zusammengelegt werden müssen oder Betreuung kurzfristig ausfällt, weil Krankheitsausfälle nicht aufgefangen werden können, fehlt es an Verlässlichkeit im Alltag.“

Weiterführende Informationen:

Die vollständige Stellungnahme des VBE lesen Sie hier. (02.04.2026)

Die Pressemitteilung des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen zu den geplanten Änderungen ist hier verlinkt. (15.04.2026)

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