Dynamiken sexualisierter Gewalt
Kontexte, Formen und Handlungsmöglichkeiten im schulischen Alltag
Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ist keine Seltenheit: Schätzungen zufolge ist in Deutschland jedes vierte Mädchen und jeder zwölfte Junge betroffen.
Sexualisierte Gewalt kann in unterschiedlichen Kontexten und Formen auftreten und stellt Schulen vor besondere Herausforderungen. Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte sind oft wichtige Vertrauenspersonen und nehmen Veränderungen bei Schüler*innen frühzeitig wahr. Um handlungssicher und betroffenensensibel im Kontext sexualisierter Gewalt reagieren zu können, ist es notwendig, Dynamiken zu verstehen und Täterstrategien zu erkennen.
Die Fortbildung vermittelt grundlegendes Wissen zu sexualisierter Gewalt, beleuchtet typische Täter*innenstrategien sowie das Erleben betroffener Kinder und Jugendlicher. Aufbauend darauf werden konkrete Handlungsmöglichkeiten für den schulischen Alltag erarbeitet.
Im Mittelpunkt des Nachmittags steht die Auseinandersetzung mit sexuellen Übergriffen unter/durch Schüler*innen. Zunächst erfolgt eine Einordnung und Abgrenzung zwischen altersangemessenem sexuellem Verhalten und grenzverletzendem bzw. übergriffigem Verhalten, um anschließend Gespräche mit betroffenen und übergriffigen Schüler*innen einzuüben und notwendiges Vorgehen für die Gruppe zu besprechen.
Ergänzend gibt es Raum für Austausch und Reflexion eigener Erfahrungen sowie die gemeinsame Arbeit an Fallbeispielen aus der schulischen Praxis.
Inhalte:
Definitionen und Formen sexualisierter Gewalt
Dynamiken sexualisierter Gewalt in unterschiedlichen Kontexten
Erleben und Perspektiven betroffener Kinder und Jugendlicher
Täter*innenstrategien
Handlungsmöglichkeiten und Interventionsschritte im schulischen Kontext
Austausch und Reflexion eigener Erfahrungen
Referentin: Natalie Schenk (www.schenk-systemisch.de, Gevelsberg) Dipl. Sozialpädagogin, Systemische Therapeutin und Supervisorin, Systemische Mediatorin Langjährige Erfahrung im Jugendamt (ASD) und als Leiterin einer Kinder- und Jugendschutzambulanz gegen sexualisierte und häusliche Gewalt. Freiberuflich tätig als Referentin für Kinderschutz und Schutzkonzeptberatung.
Nach Rücksprache mit der Schulleitung ist es möglich den Teilnahmebeitrag aus dem Fortbildungsbudget der Schule zu übernehmen.
Wir starten um 8 Uhr mit einem kleinen Snack und Kaffee/Tee. In der Teilnehmergebühr sind die Tagungsgetränke, ein Snack zu Beginn der Veranstaltung und ein Mittagsimbiss enthalten.
Mit Eingang der Zahlung ist der Platz in der Fortbildung gesichert. Eine kostenfreie Absage ist nur bis zum offiziellen Anmeldeschluss möglich.
16 Plätze frei
Referent/-in:
Natalie Schenk
Systemische Therapeutin, Sozialtherapeutin, Kinderschutzfachkraft
