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Gute Sprachförderung braucht starke Kitas und starke Schulen

Entschließungsantrag zu schulischen Vorkursen


15.07.2026

Vor der abschließenden Beratung des 18. Schulrechtsänderungsgesetzes im Landtag bekräftigt der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW seine bereits im Gesetzgebungsverfahren und in der Verbändebeteiligung formulierten Bedenken. Der von den regierungstragenden Fraktionen vorgelegte Entschließungsantrag greift zwar mehrere Anregungen aus der fachlichen Diskussion auf, verändert den Gesetzentwurf jedoch nicht.

„Bildung beginnt vor Schule – und gute Sprachförderung lange vor dem ersten Schultag. Alle Kinder haben ein Recht auf einen guten Start in ihre Bildungsbiografie. Dafür brauchen sie eine ganzheitliche Förderung. Sprache ist dabei ein entscheidender Baustein, aber eben nicht der einzige“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe ermöglichen

Der VBE NRW begrüßt, dass der Entschließungsantrag die Bedeutung der Kindertageseinrichtungen, die Zusammenarbeit von Kita und Grundschule auf Augenhöhe, den Einsatz sozialpädagogischer Fachkräfte, die Fortführung bewährter Modelle sowie die Evaluation der Vorkurse ausdrücklich aufgreift. Diese Punkte entsprechen Forderungen, die der VBE NRW im Gesetzgebungsverfahren wiederholt eingebracht hat.  


„Der VBE NRW erwartet, dass diese Zusammenarbeit auf Augenhöhe nicht nur politisch eingefordert, sondern vor Ort auch organisatorisch und personell ermöglicht wird,“
so der Landesvorsitzende.

Entscheidend sind die Rahmenbedingungen

Kritisch bleibt der Verband mit Blick auf die praktische Umsetzung. Die Einführung der Vorkurse bringt zusätzliche Organisations- und Koordinierungsaufgaben für Schulen und insbesondere für Schulleitungen mit sich. Dafür fordert der VBE NRW die notwendige zeitliche Entlastung. Bereits heute arbeiten viele Kolleginnen und Kollegen unter hoher Belastung. Hinzu kommt, dass die schulischen Vorkurse nur gelingen können, wenn die angekündigten personellen Ressourcen tatsächlich in den Schulen ankommen und ausreichend Zeit für die pädagogische Arbeit mit den Kindern bleibt.

„Die schulischen Vorkurse können die wertvolle Bildungsarbeit der Kindertageseinrichtungen nicht ersetzen. Gute Sprachförderung gelingt nur als Teil einer ganzheitlichen Förderung und in einer verlässlichen Zusammenarbeit aller Professionen. Entscheidend ist jetzt, dass den politischen Ankündigungen auch die notwendigen Rahmenbedingungen folgen – für die Kinder ebenso wie für die Beschäftigten“, erläutert Behlau.

Weiterführende Informationen Perspektivpapier des VBE NRW zu einem gelingenden Übergangsmanagement Kita – Primarstufe
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