VBE: Bildungserfolg braucht gemeinsame Verantwortung
08.09.2026
Die aktuellen PISA-Ergebnisse müssen aufrütteln. Wiederum sind die Durchschnittsergebnisse in der Lesekompetenz, in Mathematik und in den Naturwissenschaften bei den 15-Jährigen gesunken. Die politischen Einzelmaßnahmen, die Schule verändern und die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler steigern sollen, greifen aktuell nicht.
Die PISA-Ergebnisse machen deutlich, dass Einzelmaßnahmen das Schulsystem nicht ausreichend unterstützen. Es braucht dringend eine gemeinschaftliche Verantwortungsübernahme der Gesellschaft, die alle Kinder und Jugendlichen und schulische Bildung in den Fokus stellt. Solange zu viele Schulen unter Fachkräftemangel leiden, solange ist eine optimale Förderung aller Schülerinnen und Schüler leider nicht zu gewährleisten
Anne Deimel, Vorsitzende des VBE NRW
Sie führt weiter aus: „Seit einigen Jahren wird es als alleinige Aufgabe der Schule angesehen, Kinder und Jugendliche gut auszubilden und zu hochwertigen Abschlüssen zu führen. Dabei wurde vergessen, dass diese Aufgabe nur von einem Schulsystem gewährleistet werden kann, das gut aufgestellt ist, mit ausgebildeten Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften, lernförderlichen Räumlichkeiten und sächlichen Ressourcen. Nur auf diese Weise kommt Zeit in den Schul- und Unterrichtsalltag. Zeit, um allen Schülerinnen und Schülern eine möglichst optimale Lern- und Leistungsentwicklung zu ermöglichen.“
„Es ist ein Armutszeugnis, dass die Chancen für mehr Bildungsgerechtigkeit nicht ausreichend genutzt werden. Untersuchungen zeigen, wie wichtig gerade Ganztagsbildung für Kinder und Jugendliche ist, die nicht das Privileg haben, in sogenannten Bildungsfamilien aufzuwachsen. Anstatt diese Chance zu nutzen, wird weiterhin an Betreuungsformaten festgehalten“, so Deimel weiter.
Was wir jetzt brauchen, ist ein verbindlicher, umfassender Maßnahmenplan, der den Schulen Stabilität, Verlässlichkeit und gute Arbeitsbedingungen sichert – damit Bildung die Zeit bekommt, die sie braucht. Für alle Kinder und Jugendlichen.
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