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Platz 14 für NRW im Bildungsmonitor

VBE: Kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem

14.09.2026

Nordrhein-Westfalen erreicht insgesamt Platz 14. Bei der Schulqualität liegt das Land sogar auf Platz 15. Auch bei der Ausgabenpriorisierung zeigt sich Nachholbedarf: Die Bildungsausgaben fallen im Verhältnis zu den öffentlichen Gesamtausgaben im Ländervergleich relativ gering aus.

Dass Nordrhein-Westfalen im Bildungsmonitor im hinteren Feld landet, ist leider keine Überraschung. Platz 14 von 16 Bundesländern muss ein weiterer Weckruf sein. Die Probleme sind seit Jahren bekannt: Personalmangel, fehlende Zeit, hohe Belastungen und vielerorts Rahmenbedingungen, die mit den Anforderungen nicht Schritt halten. Wir haben kein Erkenntnisproblem mehr, sondern ein Umsetzungsproblem. Der Schulkompass greift wichtige Punkte auf. Er sagt jedoch nicht, wie die Kollegien die zusätzlichen Aufgaben leisten sollen.

Anne Deimel, Vorsitzende des VBE NRW

Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss

Jeder junge Mensch, der die Schule ohne Abschluss verlässt, ist einer zu viel. In diesem Bereich besteht deutlicher Handlungsbedarf. Hier braucht es zu Beginn des 8. Schuljahres eine genaue Analyse, um eine rechtzeitige Förderung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern gewährleisten zu können. Ziel muss es sein, möglichst vielen Jugendlichen einen Abschluss und im Anschluss eine Ausbildung zu ermöglichen. Besonders für diese Gruppe von Jugendlichen müssen kleine Lerngruppen angestrebt werden. Den Schulen müssen ausreichend qualifizierte Lehrkräfte zur Verfügung stehen“, so Deimel.

Potenzial des Ganztags nutzen

Bildungschancen dürfen nicht vom Wohnort, von der sozialen Herkunft oder von der Ausstattung einer einzelnen Schule abhängen. Gerade der Ganztag bietet hier viel Potenzial. Nach dem quantitativen Ausbau muss jetzt die Qualität in den Mittelpunkt rücken. Wir brauchen verlässliche Standards, ausreichend qualifiziertes Personal, geeignete Räume und multiprofessionelle Teams. Nur dann kann der Ganztag tatsächlich zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen“, fordert Deimel.

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