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Ganztagsdebatte im Schulausschuss

VBE: Ganztagsbildung ermöglichen

09.09.2026

Zur heutigen Debatte im Schulausschuss über den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erklärt Anne Deimel, Vorsitzende des VBE NRW:

„Die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen, dass wir die Chancen für mehr Bildungsgerechtigkeit und individuelle Förderung konsequenter nutzen müssen. Gute Ganztagsbildung kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Dass die Plätze geschaffen wurden, ist ein wichtiger erster Schritt. Jetzt muss die Qualität des Ganztags in den Mittelpunkt rücken. Dafür braucht es ausreichend qualifiziertes Personal, gute Rahmenbedingungen und Zeit für individuelle Förderung.“

Der VBE NRW fordert verbindliche Qualitätsstandards für den Ganztag. Dazu gehören:

Lern- und Lebensräume

Ganztag braucht Platz – nicht nur irgendwie, sondern kindgerecht. Schulen benötigen Räume als Erfahrungs- und Lebensräume, multifunktional eingerichtet und pädagogisch nutzbar. Auch Ganztagsmitarbeitende brauchen Team- und Rückzugsräume.

Zeit für Kinder: maximal 15 Kinder pro Gruppe

Kinder brauchen Beziehung, Ruhe und Aufmerksamkeit. Das ist nur möglich, wenn Gruppen nicht größer als 15 Kinder sind.

Individuelle Förderung als Kern des Ganztags

Ganztagszeit muss genutzt werden, um Kinder gezielt zu stärken – in Kleingruppen und in Eins-zu-eins-Situationen. Dafür braucht es feste Zeitfenster und Personal.

Pro Gruppe eine Fachkraft plus Ergänzungskraft

Jede Gruppe muss von qualifizierten Fachkräften begleitet werden. Bildungsgerechtigkeit entsteht nur durch professionelle Förderung – nicht durch Improvisation.

Ganztag kann ein großer Gewinn für alle sein – für die Kinder, ihre Familien, die Beschäftigten in den Schulen und die gesamte Gesellschaft.

Anne Deimel, Landesvorsitzende des VBE NRW

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