Evangelischer Kirchentag 2019

03.07.2019

Auch der VBE Stadtverband Hamm hat beim Kirchentag zeitweise einen Stand in der Westfalenhalle betreut, um auf den Religionsunterricht in den Schulen aufmerksam zu machen und ihn in seiner Vielfältigkeit zu stärken.


Kirchentag 2019

Das Referat „Schule und Kirche“ im VBE engagiert sich in der „Arbeitsgemeinschaft evangelische Erzieher in Deutschland“ (aeed) und setzt sich hier für den Religionsunterricht an den Schulen in NRW ein.


Kirchentag Dortmund

Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer ist es, die Schülerinnen und Schüler umfassend und qualitativ hochwertig zu bilden. Dazu gehört natürlich auch der Religionsunterricht, in dem sich die SuS mit ihrer Religionszugehörigkeit auseinandersetzen sollen.

Begrüßt wurde der konfessionell-kooperative Religionsunterricht, den es seit dem Schuljahr 2018/19 an den Schulen in NRW gibt. Bei sinkenden Zahlen der christlichen Schülerinnen und Schüler ist der gemeinsame Religionsunterricht von katholischen und evangelischen SuS zu begrüßen. In Hamm hat bereits eine Grundschule den Antrag beim Schulamt eingereicht. „Uns fehlen aber an allen Ecken und Enden Lehrer, um SuS ohne Religion auch im Fach Ethik unterrichten zu können. Meist werden die Schüler nachhause geschickt oder finden ihren Platz in Fördergruppen. Schade, so die VBE Mitglieder, denn auch diese SuS sollten sich mit ethischen Fragestellungen wie Toleranz, Fairness und Achtung  auseinandersetzen müssen.“

Der VBE setzt sich hier gegen jeglichen Extremismus ein, der die Grundwerte unserer Gesellschaft missachtet. Von daher ist im Rahmen des Religionsunterrichts dem schulischen Angebot klar der Vorzug vor außerschulischen Angeboten zu geben, denn nur bei diesen hat die Schulaufsicht die Kontrolle über Inhalte und Qualität.

In diesem Zusammenhang begrüßt es der VBE, dass erst jüngst im Düsseldorfer Landtag beschlossen wurde, dass der islamische Religionsunterricht auch weiterhin in den Schulen seinen Platz findet. „Für ein flächendeckendes Angebot brauchen wir aber auch ein personelles und materielles Angebot an den Schulen“, waren sich die Besucher am Stand einig. „In Hamm sind wir noch weit von einem flächendeckenden Islamunterricht entfernt, obwohl der Anteil der islamischen Schüler steigt.“, so der VBE Stadtverband Hamm. Lediglich eine türkische Lehrerin, die sich in islamischer Religionslehre ein Jahr lang fortgebildet hat, unterrichtet für einige Stunden an zwei Hammer Grundschulen im Norden. „Da ist noch viel Luft nach oben.“, so die Religionslehrer im VBE.

Gerade das Fremde führt bei Menschen oftmals zu Ängsten. Von daher ist es besonders wichtig, sich mit anderen Religionen auseinanderzusetzen und in den Austausch zu gehen. In der Auseinandersetzung mit den Dingen versteht man sein Gegenüber besser, das Fremde wird verständlich und Ängste werden abgebaut. “Hier kann und muss der Religionsunterricht seinen Beitrag zu Toleranz und gegenseitiger Achtung in unserer Gesellschaft leisten“, so der VBE Stadtverband.

Im Blick auf religiöse Vielfalt, die gerade in den vergangenen Jahren nicht nur in Hamm stetig zugenommen hat, werden wir mit religiösen Fragen berührt und müssen diesen Fragen als wichtige Bildungsaufgabe Raum geben. Um diesen Anforderungen jedoch gerecht werden zu können, müssen viel mehr Lehrkräfte an den Universitäten ausgebildet werden.  Sicherlich muss seitens der Politik auch noch stärker auf religiöse Studiengänge aufmerksam gemacht werden.


Kirchentag Leonardobrücke

Mit dem Bau der „Leonardobrücke“ wurden die Besucher in der Westfalenhalle aufgefordert, Holzstäbe mit Ideen zu beschriften, die helfen, Brücken zwischen den unterschiedlichen Religionsunterrichten zu schlagen. Dabei fiel die Brücke nicht selten zusammen und wurde dann mit vereinten Kräften mit gegenseitigem Respekt und Offenheit untereinander wiederaufgebaut.

Text, Fotos: Elke Linnemann-Rittmann

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