VBE aktuell 19/18: Neuer Erlass Sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase

14.06.2018

Rahmenvorgabe: Erlass 

Stellenausschreibungen erfolgen unter www.andreas.nrw.de (Profession: Sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase)

Interessierte bewerben sich bei den jeweiligen Schulen. Zugangsvoraussetzung für die Arbeit in der Schuleingangsphase ist eine Hochschulausbildung.

Der VBE NRW bietet für Kolleginnen und Kollegen, die sich für eine Stelle als Sozialpädagogische Fachkraft in der Schuleingangsphase interessieren, Infoveranstaltungen an. Neben Hinweisen zum Arbeitsfeld, zum Stellenbesetzungsverfahren und dem Bewerbungsgespräch gibt es die Möglichkeit zum Informations- und Erfahrungsaustausch und zur individuellen Beratung. Die Teilnahme ist kostenlos.

Bitte wählen Sie aus:


Der VBE hat erreicht, dass das zukünftige Arbeitsfeld der Bewerber/innen dem der bisher in der Schuleingangsphase tätigen sozialpädagogischen Fachkräfte entspricht.

Wichtig für den Einsatz der Bewerber/innen:

Bei den insg. 1193 im Landeshaushalt abgesicherten Stellen für Sozialpädagogische Fachkräfte an Grundschulen handelt es sich um einen Förderzuschlag der nicht mit Lehrer/innenstellen verrechnet wird und nicht zur Abdeckung von Unterrichtsstunden oder für Vertretungsunterricht dient.

Die Sozialpädagogische Fachkraft in der Schuleingangsphase ist gemäß § 68 SchulG ordentliches Mitglied der Lehrerkonferenz. Sie kann in die Schulkonferenz und in den Lehrerrat gewählt werden.

Für Sozialpädagogische Fachkräfte/ SEP gilt die Altersermäßigung analog zu Lehrkräften.

Die Eingruppierung erfolgt in die Entgeltgruppe 10.

Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit richtet sich nach dem Anhang zu § 6 TV-L (zur Zeit 39 Stunden 50 Minuten). Davon entfällt ein Stundenanteil auf die Arbeit mit Kindern, der der durchschnittlichen Pflichtstundenzahl der Lehrkräfte in der Primarstundenzahl entspricht. Die übrigen Stunden dienen der Vor- und Nachbereitung dieser Arbeit.

Näheres zum Einsatz der Sozialpädagogischen Fachkräfte/ SEP regelt der Handlungsrahmen zur Umsetzung des § 4 AO-GS.

Einstellungsvoraussetzungen:

Auf Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase können sich bewerben:

  • Absolventinnen und Absolventen mit einem Bachelorabschluss der Studienrichtungen/Studiengänge Sozialpädagogik
  • Absolventinnen und Absolventen mit einem Masterabschluss der Studienrichtungen/Studiengänge Sozialpädagogik
  • Diplom Sozialpädagoginnen oder Diplom Sozialpädagogen
  • Absolventinnen und Absolventen mit vergleichbaren pädagogischen Hochschulabschlüssen

Hinweise zur Ausgestaltung des Beschäftigungsverhältnisses:

  • Es finden die Bestimmungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der
    Länder (TV-L) Anwendung
  • Die Eingruppierung erfolgt in die Entgeltgruppe 10 TV-L
  • Teilzeitbeschäftigung gem. § 8 Abs. 6 LGG ist möglich
  • Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit richtet sich nach dem Anhang zu § 6 TV-L
    (zur Zeit 39 Stunden 50 Minuten). Davon entfällt ein Stundenanteil auf die Arbeit mit
    Kindern, der der durchschnittlichen Pflichtstundenzahl der Lehrkräfte in der
    Primarstundenzahl entspricht. Die übrigen Stunden dienen der Vor- und
    Nachbereitung dieser Arbeit
  • Die sozialpädagogischen Fachkräfte für die Schuleingangsphase nehmen den ihnen nach dem TV-L zustehenden Urlaub in den Ferien.

Kompetenz und Aufgabenprofil

1. Kompetenzbereiche

  • Einbringung sozialpädagogischer Kompetenz in die Schule und in den Schulentwicklungsprozess
  • Planung und Durchführung gezielter Förderung bezüglich bestimmter Fähigkeiten, Fertigkeiten und Verhaltensweisen
  • Erziehungsberatung
  • Entwicklungsförderung als Eingliederungshilfe an gesellschaftlichen
  • Konfliktstellen
  • Zusammenarbeit mit Institutionen und professionellen Beratern

2. Aufgabenbereiche

  • Förderung von Schülerinnen und Schülern u. a. im Zusammenwirken der Bereiche der Wahrnehmung, der Motorik, der Sprache – insbesondere der Förderung der phonologischen Bewusstheit -, der Mengenerfassung, der sozialen Kompetenzen und des Spiels
  • Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der Grundschule: bei der Ermittlung der Lernausgangslage bei der Beobachtung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht in den grundlegenden Entwicklungsbereichen sowie in den Lernbereichen und Fächern
  • bei der Erstellung von Förderplänen für einzelne Schülerinnen und Schüler
  • bei der Planung und Durchführung von Fördermaßnahmen in innerer und äußerer Differenzierung
  • bei der Planung und Durchführung zusätzlicher Förderangebote
  • bei der Absicherung und Durchführung kontinuierlicher
  • Elterninformation und Elternberatung
  • bei der Weiterentwicklung des Schulprogramms.
  • Gegebenenfalls Beratung umliegender Schulen

3. Tätigkeitsbereiche

Die Tätigkeitsbereiche ergeben sich aus dem Schulentwicklungsprozess der einzelnen Schule. Die folgende, nicht abgeschlossene Auflistung nennt beispielhaft Schwerpunkte:

  • Mitwirkung bei der Durchführung von Förderdiagnostik
  • Mitwirkung bei der Erstellung von Förderplänen
  • Dokumentation von Entwicklungsfortschritten
  • Förderung der Eigen- und Fremdwahrnehmung unter Berücksichtigung aller Sinne; u.a. auch durch basale Förderung, durch Training der sensomotorischen Fähigkeiten, durch Motopädagogik, Psychomotorik und Entspannungsübungen
  • Förderung der Grob- und Feinmotorik
  • Unterrichtsbegleitung mit dem Ziel der Unterstützung und Stabilisierung der Kinder im Unterricht
  • Einübung der Kommunikationsfähigkeit von Kindern in Bezug auf Teilhabe am Klassenleben und im Unterricht
  • Förderung der emotionalen Kompetenz und Konfliktfähigkeit
  • Förderung von Organisationsstrukturen, die für schulisches Lernen und für eine erfolgreiche Beteiligung am Unterricht Voraussetzung sind
  • Förderung von Konzentration, Ausdauer, Beobachtungs- und Merkfähigkeit u.a. auch durch Gestaltung kreativer Spielsituationen
  • Förderung im mathematischen Bereich und des logischen Denkens mit entsprechend anschaulichen Materialien
  • Beratung von Eltern (u. a. in Schul- und Erziehungsfragen, Möglichkeiten der häuslichen Unterstützung, notwendige außerschulische Therapiemöglichkeiten)
  • Koordination unterschiedlicher Fördermaßnahmen
  • Kooperation mit außerschulischen Institutionen

Anmerkung:

Bei Fragen zum Arbeitsfeld Schuleingangsphase, zum neuen Erlass oder zum Stellenbesetzungsverfahren wenden Sie sich gerne an Ihre Ansprechpartner/-innen beim VBE

Der VBE NRW bietet seit 10 Jahren einen landesweiten AK Sozialpädagogische Arbeit in der Schuleingangsphase an. Die Treffen finden halbjährlich in Dortmund statt. Interessierte können sich unter info@vbe-nrw.de in den (betreff:) Verteiler SozPäd aufnehmen lassen.

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Termine, Orte und Anmeldung

Grafik: VBE NRW
Programm und Anmeldung

Dortmund, 20.09.18, 10 Uhr

Grafik: VBE NRW
Tarifbeschäftigte in Schulen

21.06.18, 14-17 h, 0231 425757 22

Grafik: KK design
Schule heute

Ausgabe Juni 2018


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