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30.10.2012

VBE: Fehlende Durchlässigkeit lässt keine Bildungsgerechtigkeit zu

„Auch wenn es in den vergangenen Jahren Verbesserungen gegeben hat – NRW ist wieder mal nur im unteren Tabellen-Drittel, wenn es um die Bildungschancen geht“, so die Bilanz von Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW. „Die Bertelsmann-Studie zu Schulwechslern macht deutlich, dass die Möglichkeiten der Förderung lernschwächerer Kinder bei weitem noch nicht ausreichend sind."

„Über 10.400 ‚Absteiger' müssen der Landesregierung zu denken geben und Aufforderung sein, die Rahmenbedingungen an den Schulen deutlich zu verbessern“, sagt Beckmann: „Wenn auf einen ‚Aufsteiger‘ rechnerisch 5,6 ‚Absteiger‘ kommen, ist das ein Zeichen dafür, dass die Landesregierung mehr Ressourcen zur Verfügung stellen muss, damit der Anspruch auf individuelle Förderung, der im Schulgesetz verankert ist, auch umgesetzt werden kann.“ Nur so sei gewährleistet, dass jedes Kind mit möglichst optimalen Voraussetzungen später ins Erwachsenenleben startet. Das hieße auch, die Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte in diesem Bereich deutlich auszubauen.

„Die Landesregierung hat sich das Motto ‚Kein Kind zurücklassen‘ auf die Fahnen geschrieben – dieses Ziel ist erst erreicht, wenn das Fördersystem an den Schulen so entwickelt ist, dass es keine Absteiger oder Klassenwiederholer mehr gibt“, macht Beckmann klar.


Pressemitteilung 46-12
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