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30.08.2012

VBE: Zukunft der Kinder nicht verramschen

Familienministerium muss Durchfallquoten klären

Mit großer Sorge betrachtet der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW die Entwicklung der U3-Plätze. „Die bisherigen Lösungen sind mit der heißen Nadel gestrickt, bei der die Qualität in der Erziehung der Kleinsten viel zu wenig im Blick ist – und damit auch das Kindeswohl“, sagt Udo Beckmann, VBE-Vorsitzender. Bestätigt fühlt er sich in seiner Sorge beim Blick über den Tellerrand: „In anderen Bundesländern sind die Durchfallquoten der Quereinsteiger bei der Umschulung in den Erzieherinnenberuf verheerend – es ist an der Zeit, dass das Familienministerium die Durchfallquoten in NRW darlegt“, so Beckmann.

Aktuelle Zahlen aus anderen Bundesländern belegen, dass von den Umschülerinnen bei der Prüfung bis zu 75 % durchfallen. Die hohen Durchfallquoten seien außerdem ein Zeichen dafür, dass sich niemand in der Politik und den Arbeitsagenturen im Vorfeld darüber Gedanken gemacht hat, dass zum Erzieherinnenberuf deutlich mehr gehört, als ‚einfach nur auf Kinder aufzupassen‘. Der VBE fordert vom Familienministerium, die Zahlen über die Durchfallquoten in NRW darzulegen. „Der Trend in den anderen Bundesländern lässt befürchten, dass auch in NRW die Umschulungsmaßnahmen letztlich ein Rohrkrepierer sind.  Es ist zu vermuten, dass die tatsächlichen personellen Probleme verschleiert werden sollen“, befürchtet Beckmann.

„Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Kindeswohl immer mehr in den Hintergrund gerät und es auch angesichts des öffentlichen Drucks mehr und mehr um die formale Einhaltung einer Quote geht und immer weniger um die Einhaltung qualitativer Standards“, so Beckmann, „Wir wissen, dass Institutionen kaum in der Lage sind, Familien zu ersetzen. Gerade vor diesem Hintergrund ist dies ein besonderer Skandal, da es um die kleinsten der Kleinen geht, die eine besondere emotionale Zuwendung benötigen.“


Pressemitteilung 40-12
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