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10.06.2021

VBE: So gelingt der Start ins neue Schuljahr

Papier zum Schuljahr 2021/2022

Die Schwächen und Defizite im Schul- und Bildungssystem sind durch die Corona-Pandemie so deutlich zutage getreten wie nie zuvor.  Ein Schuljahr, das Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, pädagogisches Personal, Schulleitungen und auch die Eltern vor enorme Herausforderungen gestellt und an die Grenzen der Belastbarkeit geführt hat, geht langsam seinem Abschluss entgegen. Dringend muss eine Debatte geführt werden, wie die Schulen und Bildungseinrichtungen zukunftsfest aufgestellt werden. Doch ebenso müssen jetzt die Weichen gestellt werden, um den Start in das kommende Schuljahr für alle Beteiligten gelingend zu gestalten.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW legt dazu das Papier „Denkanstoß für einen gelingenden Schulstart 2021/2022“ vor.

 

Dazu erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW:

„Durch das hohe Engagement der Kolleginnen und Kollegen konnte im vergangenen Schuljahr Bildungs- und Erziehungsarbeit gewährleistet werden, dennoch war es ein außergewöhnliches und herausforderndes Schuljahr für alle Beteiligten: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, pädagogisches Personal und auch die Eltern. Umso wichtiger ist es nun, dem kommenden Schuljahr eine stabile Basis zu geben. Die Landesregierung ist gefordert, in Abstimmung mit der Praxis, zeitnah Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Die durch die Corona-Pandemie entstandenen Herausforderungen können nur gemeinsam bestanden werden, das gilt umso mehr für einen gelingenden Schulstart in NRW.“

 

Der VBE NRW fordert:

  •   Zeit für die Aufarbeitung der individuellen Erfahrungen und das soziale Miteinander.

Die ersten Wochen müssen u. a. genutzt werden für die Ermöglichung von bewussten Zeiten für die Aufarbeitung der individuellen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und für das Miteinander in der Schule, als Teil des Unterrichts, durch gemeinsame Projekte und Klassenausflüge. Für die Klasse 5 fordert der VBE deshalb, die vorgeschriebene Anzahl der Klassenarbeiten in den verschiedenen Schulformen auf zwei pro Fach zu reduzieren, sowie den Beginn der Klassenarbeiten auf den Zeitraum nach den Herbstferien 2021 zu verschieben. Den Schülerinnen und Schülern muss jetzt ausreichend Zeit gegeben werden, mit ihren individuellen Persönlichkeiten gut im System Schule anzukommen. So können sie die notwendige Basis für ihre persönliche Lern- und Leistungsentwicklung nach Corona gestalten.

  •   Spürbare Entlastungen für alle, die Schule gestalten.

Zusätzliche Aufgaben sollten auf das absolut Notwendige reduziert sein, um möglichst viel Zeit in die individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen investieren zu können. U. a. muss die Erarbeitung der neuen Lehrpläne für die Schulen der Primarstufe und die Sekundarstufe I verschoben werden.

  •   Eine Sicherstellung, dass Fördergelder ankommen.

Aus Sicht des VBE ist es bei den Förderprogrammen des Bundes und des Landes außergewöhnlich wichtig, dass gewährleistet wird, dass das Geld möglichst unbürokratisch dort ankommt, wo es dringend benötigt wird.

 

Weiterführende Informationen:

Mit dem „Denkanstoß für einen gelingenden Schulstart 2021/2022“ zeigt der VBE NRW Möglichkeiten auf, die die Schülerinnen und Schülern unterstützen und die Schulen entlasten würden. Dazu gehört u. a. die Verfestigung des study-hall-Prinzips und der Einsatz weiterer Fachkräfte. 

Hier erhalten Sie den Denkanstoß als PDF.  


Pressemitteilung 31/2021
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„Die Corona-Pandemie fordert alle in maximaler Weise. Das darf nicht ausgeblendet werden, sondern bedarf besonderer Maßnahmen. Nur so wird es möglich sein, aus dieser Zeit gestärkt hervorzugehen.“

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