StV/KV-LOGO
12.03.2021

VBE: Engagement der Pädagoginnen und Pädagogen hat viel gerettet

Ein Jahr Schule mit Corona

Vor rund einem Jahr, am 13. März 2020, kündigte die Landesregierung an, die Schulen vorerst zu schließen. Es folgte eine kräftezehrende Zeit mit unterschiedlichen Vorgaben sowie kurzfristigen und überraschenden Entscheidungen der Landespolitik. Pädagoginnen und Pädagogen reagierten im März 2020 sofort flexibel auf die neue Situation und setzen seitdem alles daran, Kindern und Jugendlichen schulische Bildung zu ermöglichen. Dazu erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW:

„Im März 2020 waren Schulen von heute auf morgen gezwungen, den Unterricht auf Distanz zu organisieren. Auf die von uns stets angemahnten mangelhaften Ressourcen und unterschiedlichen Bedingungen reagierten Schulen vor Ort flexibel und pragmatisch. Ob über digitale Tools oder über den Postweg: Die Kolleginnen und Kollegen organisierten schulische Bildung. Corona zeigt, dass hoch engagierte Menschen an unseren Schulen arbeiten, die Bildung trotz aller widrigen Umstände ermöglichen. Corona zeigt, dass Schulen als lernende und jahrelang vernachlässigte Systeme mit unklaren Vorgaben und mangelhafter Ausstattung umzugehen wissen. Die Lehrkräfte und das pädagogische Personal an den Schulen versuchen stets, das Beste für ihre Schülerinnen und Schüler herauszuholen. Ohne die Flexibilität der Pädagoginnen und Pädagogen und ihrer jahrelangen Erfahrung, mit wenig Mitteln zurechtkommen zu müssen, wäre die Situation noch schwieriger. Was die Kolleginnen und Kollegen leisten, verdient Respekt und Anerkennung und unsere Schulen insgesamt verdienen endlich Wertschätzung in Form von angemessenen Rahmenbedingungen.“ 

Es kann nur Miteinander gelingen  

„Nach einem Jahr stehen die Schulen weiterhin vor großen Herausforderungen und es gilt, schon jetzt den Blick nach vorne zu richten, Perspektiven zu entwickeln für den Abschluss dieses Schuljahres, aber auch für die schwierigen Aufgaben, die uns die Pandemie gestellt hat und deren Aufarbeitung weit über dieses Schuljahr andauern wird. Das kann nur im Miteinander gelingen und nicht im Gegeneinander. Und der Freitag sollte künftig wieder positiv besetzt sein als Wochentag, der das verdiente Wochenende einläutet und nicht der Tag der kurzfristigen Verkündigungen und Anordnungen“, folgert Behlau. 

Am Montag beginnt die nächste Phase des Wiedereinstiegs in den Präsenzunterricht

„Distanzunterricht, Präsenzunterricht und Betreuung vor Ort trotz zu wenig Personal, fehlender Ausstattung und begleitet von Angst vor einer Infektion, das ist der neue kräftezehrende Schulalltag. Unklare Ankündigungen sind alles andere als hilfreich. Die gestrige Schulmail zu den Selbsttests für die Schulen lässt noch viele Fragen offen. Eine klare Teststrategie ist noch nicht erkennbar. Steigende Inzidenzwerte zeigen, dass der Wiedereinstieg nur über Wechselmodell laufen darf. Was vorerst bleiben wird ist die völlig ungleiche Verteilung der Ressourcen. Zwar hätte im Februar 2020 wohl kaum eine Lehrkraft damit gerechnet, dass eine Versorgung mit digitalen Dienstgeräten Wirklichkeit werden würde oder zumindest in greifbare Nähe rückt, jedoch ist es noch immer leider nicht selten, dass Lehrkräfte vom Präsenzunterricht in der Schule zu sich nach Hause für den Distanzunterricht fahren, weil zum Beispiel die nötige Bandbreite der Internetverbindung am Arbeitsplatz fehlt. Gelder sind die nötige Grundlage, aber sie bringen nicht von heute auf morgen voll funktionsfähige Geräte und erprobte Konzepte sowie Fortbildungen in die Schulen. Wenn derzeit etwas nicht klappt, ist es völlig fehl am Platz, das den Lehrkräften vorzuwerfen“, erklärt Stefan Behlau. 

Nötige Konsequenzen für den Landeshaushalt 2022 

„Es ist sehr vielversprechend, dass notwendige Themen, etwa die Bildungsgerechtigkeit, von der Landesregierung und gesamtgesellschaftlich in den vergangenen Monaten verstärkt in den Mittelpunkt gerückt wurden. Es ist vielversprechend, dass Gelder bereitgestellt werden können, wenn sich die Landesregierung über die Notwendigkeit einig ist, wie wir es bei der Bereitstellung für digitale Endgeräte erlebt haben. Besonders gespannt sind wir aber jetzt auf den Landeshaushalt 2022. Corona war für viele Familien und für das Schulpersonal auch deshalb eine gewaltige Herausforderung, weil jahrelang Dauerbaustellen, wie etwa der Personalmangel und die Ausstattung, hingenommen wurden. Corona hat das deutlich gemacht wie nie zuvor. Die nötigen Konsequenzen müssen jetzt für den Landeshaushalt 2022 erfolgen. Insbesondere die Personalgewinnung muss im Mittelpunkt stehen“, fordert Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE.


Pressemitteilung 13/2021
Weitere Artikel im Bereich ""
16.07.2021
VBE: Schulen jetzt sicher aufstellen

Die Landesregierung berät heute in ihrer Kabinettssitzung über den Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte. Der VBE NRW nimmt dies zum Anlass, um die Landesregierung an die Herausforderungen des vergangenen Schuljahres zu erinnern und fordert ein Bündel an Maßnahmen.  

„Es darf nicht bei Ankündigungen und Beratungen bleiben. Jetzt zählt nur rechtzeitiges Handeln. Die Landesregierung muss auf ein Bündel an Maßnahmen setzen, um kontinuierliche Bildungsarbeit zu ermöglichen“, erklärt Wibke Poth, stellv. Landesvorsitzende des VBE NRW.   

14.07.2021
VBE: Schulen und Kitas in den Sommerferien sichern

Der Bund fördert nun auch mobile Luftfilteranlagen für Kitas und Schulen, in denen Kinder unter 12 Jahren betreut werden. Die Länder sollen dafür 200 Millionen Euro erhalten.  

Der Verband Bildung und Erziehung NRW fordert, die erforderlichen Maßnahmen für sichere Schulen und Kitas in den Sommerferien umzusetzen.

01.07.2021
VBE: Beeindruckend – zumindest das Schulpersonal und die Schülerschaft

Schulen erhalten seit vielen Jahren immer mehr Aufgaben, aber nicht die dafür notwendigen Ressourcen. Die Pandemie hat dies deutlich gezeigt. Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW, nimmt das Schuljahresende zum Anlass, um eine kurze Bilanz zu ziehen:

30.06.2021
VBE: Leistungsdruck rausnehmen und Schulen entlasten

Der Landtag debattiert heute über die Vorbereitungen auf das Schuljahr 2021/2022.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW fordert Entlastungen für das Schulpersonal und für die Schülerinnen und Schüler. Dazu erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW:

„Die Corona-Pandemie fordert alle in maximaler Weise. Das darf nicht ausgeblendet werden, sondern bedarf besonderer Maßnahmen. Nur so wird es möglich sein, aus dieser Zeit gestärkt hervorzugehen.“

25.06.2021
VBE: Durch Vorsicht den Präsenzunterricht ermöglichen

„Das ständige Hin und Her zwischen Distanz-, Präsenz- und Wechselunterricht hat die Nerven der Familien und des Schulpersonals überstrapaziert. Was getan werden kann, damit sich dieser Stress nicht wiederholt, sollte getan werden. Es ist besser, vorsichtig in das neue Schuljahr zu starten, dabei werden Masken und Tests helfen. Im Unterricht kommen viele Menschen auf kleinstem Raum zusammen. Bildungsarbeit und Familienleben brauchen Beständigkeit. Um Beständigkeit zu erhalten, müssen wir zunächst vorsichtig bleiben. Ziel muss sein, den Präsenzunterricht kontinuierlich zu ermöglichen. Es ist aber nötig, alle Szenarien vorzubereiten“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

17.06.2021
VBE: Lockerungen dürfen die Erfolge nicht gefährden

Anlässlich der heutigen Schulmail erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW:

„Das Tragen der Maske ist nach wie vor eine Zumutung, insofern bringen die Lockerungen im Außenbereich und in den Pausen eine Erleichterung. Aber die Pandemie ist nicht vorbei und weder sind in den letzten Monaten die Klassengrößen kleiner noch die Räume größer geworden oder gar ausreichend Luftfilter in allen Schulen installiert worden. Es ist deswegen richtig, hier vorsichtig zu sein und alle Entscheidungen genau abzuwägen, denn Lockerungen dürfen die Erfolge nicht gefährden. Wir sollten weiterhin vorsichtig in der Schule sein, um ein Nachsitzen in Quarantäne zu vermeiden.“

14.06.2021
VBE: Besser Vorsicht in der Schule als Nachsitzen in der Quarantäne

Steigende Temperaturen bei einem sinkenden Infektionsgeschehen führen unweigerlich zur Maskendebatte. Allerdings sind weder das ganz Schulpersonal noch die Schülerinnen und Schüler vollständig geimpft. Gerade große Klassen in kleinen Räumen können Sorge bereiten.

10.06.2021
VBE: So gelingt der Start ins neue Schuljahr

Die Schwächen und Defizite im Schul- und Bildungssystem sind durch die Corona-Pandemie so deutlich zutage getreten wie nie zuvor.  Ein Schuljahr, das Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, pädagogisches Personal, Schulleitungen und auch die Eltern vor enorme Herausforderungen gestellt und an die Grenzen der Belastbarkeit geführt hat, geht langsam seinem Abschluss entgegen. Dringend muss eine Debatte geführt werden, wie die Schulen und Bildungseinrichtungen zukunftsfest aufgestellt werden. Doch ebenso müssen jetzt die Weichen gestellt werden, um den Start in das kommende Schuljahr für alle Beteiligten gelingend zu gestalten.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW legt dazu das Papier „Denkanstoß für einen gelingenden Schulstart 2021/2022“ vor.

 

31.05.2021
VBE: Zusätzliche Aufgaben bedingen zusätzliche Ressourcen

Schulen sollen ab heute auch Corona-Testbescheinigungen ausstellen. Dazu erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW:

28.05.2021
VBE: Das Hin und Her hat die Nerven überstrapaziert
26.05.2021
VBE: Corona ist nicht einfach weg

„Gerade mit den Kleinsten ist es sehr schwer bis unmöglich, die Corona-Regeln einzuhalten. Es ist für die Kinder und Familien zweifelsfrei eine Erleichterung, wenn endlich etwas mehr alte Normalität in ihr Leben zurückkehrt – aber Corona ist nicht einfach weg. Wir müssen alle weiterhin vorsichtig sein, wenn der neue Regelbetrieb keine kurze Episode sein soll. Alle in Kita benötigen den besten Schutz, den es trotz voller Auslastung geben kann. Die Umstellung auf den vollen Regelbetrieb in Zeiten der Pandemie ist begleitet von Vorsicht und Vorfreude. Erzieherinnen und Erzieher wollen für die Kinder da sein, aber die Gesundheit aller Beteiligten darf nicht außer Acht gelassen werden, wenn alle im Regelbetrieb auf engstem Raum zusammenkommen“, erklärt Barbara Nolte, Leiterin des VBE-Referats Erzieher/-innen.

25.05.2021
VBE, GSV und GEW: Zeit für Kinder

Gemeinsam konnten der Verband Bildung und Erziehung (VBE), der Grundschulverband (GSV) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erreichen, dass die Grund- und Förderschulen die neuen Lehrpläne nicht bereits zum kommenden Schuljahr umsetzen müssen.

19.05.2021
VBE: Vorfreude und Vorsicht

„Wir hoffen alle auf ein möglichst versöhnliches und gutes Ende eines anstrengenden und teilweise frustrierenden Schuljahres. Das ständige Hin und Her brachte Familien und das Schulpersonal ans absolute Limit. Die Vorfreude auf einen kontinuierlichen Schulbetrieb und ein gemeinsames Schulleben bis zu den Sommerferien ist sicherlich groß. Doch Vorfreude darf Vorsicht nicht ersetzen. Das Infektionsgeschehen richtet sich nicht nach dem Kalender. Es ist klar, dass die weitere Öffnung Schulleitungen, Lehrkräfte und das pädagogische Personal erneut und hoffentlich ein letztes Mal in diesem Schuljahr vor große Herausforderungen stellt“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.   

07.05.2021
VBE: Fortschritt mit Optimierungsbedarf

Ab dem 10. Mai sollen die neuen Pooltestungen an Grund- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen möglich sein. In einem Pressegespräch stellte das Schulministerium soeben die neuen Pooltestungen vor. Dazu erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW:   

22.04.2021
VBE: Mehr Klarheit und Planungssicherheit

Mit Blick auf Nordrhein-Westfalen erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW:

„Wir fordern schon lange planbare, klare und nachvollziehbare Vorgaben. Von der Landesregierung kamen diese bislang nicht. Die Schulen erhielten immer wieder kurzfristige Vorgaben und mussten flexibel auf alles reagieren. Die Kitas erhielten zwar einen Phasenplan, aber ohne klare Vorgaben, wann es etwa zu einer Schließung kommen muss. Die Bundesnotbremse wird uns wegen der anstehenden Änderungen erneut fordern, kann aber für mehr Klarheit und damit für mehr Planungssicherheit sorgen.“

14.04.2021
VBE: Praxisnahe Teststrategie nicht in Sicht

„Jetzt sollen die Schulen also wieder in den Wechselunterricht, dabei fehlt weiterhin eine praxisnahe Teststrategie, die den Kindern gerecht wird und auch das Infektionsgeschehen hat sich nicht erkennbar gebessert. Neben dem fast schon ewigen Hin und Her ist es ein großes Problem, wenn Entscheidungen Maßnahmen zur Folge haben, die nicht praxisorientiert sind. Einfach zu sagen, dass die Erfahrungen mit den Testungen gut gewesen sind, gleicht der Vortäuschung falscher Tatsachen. Gut ist einzig und allein das Engagement der Kolleginnen und Kollegen in den Schulen, die es bisher immer noch geschafft haben, willkürliche Vorgaben der Politik bestmöglich umzusetzen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW. 

09.04.2021
VBE: Ankündigungen umsetzen

„Auch wenn die kommende Woche den Schulen und den Familien erneut viel Kraft abverlangen wird, ist es richtig, vorsichtig zu sein. Vor allem das unklare Infektionsgeschehen und nicht zuletzt die unzureichende Vorbereitung der angekündigten Testpflicht durch den Ministerpräsidenten erzwingen geradezu den Distanzunterricht. Wenn Herr Laschet vollmundig eine Testpflicht ankündigt, dann haben er und seine Landesregierung dafür zu sorgen, dass die Vorbereitung steht und die Durchführbarkeit kind- und altersgerecht erfolgen kann. Der Ministerpräsident ist jetzt einmal mehr gefordert, dass seine Landesregierung seine Ankündigungen auch praxisnah umsetzen kann“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW, anlässlich der soeben bekanntgewordenen Informationen zum Schulbetrieb ab Montag. Mit Ausnahme der Abschlussklassen soll es für die Schülerinnen und Schüler ab Montag in den Distanzunterricht gehen.

06.04.2021
VBE: Landesregierung liefert weder Strategie noch Antworten

Eine Schulmail am späten Samstagabend informierte die Schulleitungen aller Schulformen über eine Lieferung von Testmaterial in dieser Woche. Details zur Durchführung der Tests stehen noch aus.

26.03.2021
VBE: Praxisorientierte Teststrategie und Planbarkeit gewährleisten

Am gestrigen Nachmittag wurden die Schulen mittels einer Schulmail über den Schulbetrieb nach den Osterferien informiert. Der Unterricht soll demnach zunächst bis zum 23. April weiterhin in Wechselmodellen erfolgen und der Ausbau der Teststrategie wurde angekündigt. Dazu erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW:

25.03.2021
VBE, GSV und GEW: Gebt den Schulen Zeit für die Kinder und Jugendlichen und den Unterricht

Für die Grundschulen und die Primarstufen der Förderschulen in NRW soll es ab dem Schuljahr 2021/2022 neue Lehrpläne geben, obwohl gerade jetzt jede Minute für die direkte Bildungs- und Erziehungsarbeit mit den Kindern benötigt wird.
Eine gemeinsame Petition gegen das Vorhaben des Schulministeriums übergaben heute der Verband Bildung und Erziehung (VBE), der Grundschulverband (GSV) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Ministerin Gebauer.

© annelilocke/photocase
...und bleiben Sie gesund!

Der VBE wünscht allen eine erholsame unterrichtsfreie Zeit.

 

Grafik: © VBE NRW
Ihre Qualifizierung vor Ort

Termine, Orte und Anmeldung

Grafik: VBE NRW
Was Sie wissen sollten

Schuljahresbeginn 21/22

Grafik: VBE NRW
Denkanstoß des VBE NRW

Schulstart 2021/22


URL dieses Artikels:
http://www.vbe-nrw.de/menu_id/727/content_id/5939.html

VBE-Bezirksverbände

Arnsberg Detmold Düsseldorf Köln Münster

copyright © 2001 - 2019 Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW