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02.03.2021

VBE: Wir müssen vorsichtig bleiben

Öffnung auch bei einem Inzidenzwert über 50 geplant

NRW-Schulministerin Gebauer plant ein Wechselmodell von Präsenz- und Distanzunterricht an den Schulen ab Mitte März – unabhängig davon, ob die Inzidenz über einem Wert von 50 liegt. Über ihren Kurswechsel sprach sie mit dem Kölner Stadtanzeiger in der Dienstagsausgabe. Dazu erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW:

„Noch vor wenigen Tagen war der Inzidenzwert 50 das Maß aller Dinge, die Schulöffnungen betreffend. Doch das Infektionsgeschehen hat sich nicht so verhalten, wie zum damaligen Zeitpunkt erhofft oder gewünscht. Es bleibt leider die Konstante in dieser Pandemie, dass auf politische Aussagen aufgrund der dynamischen Situation wenig Verlass ist. Wir sehnen uns alle nach Normalität und im Fall der Schule bedeutet dies: Präsenz. Doch wir müssen auch weiter vorsichtig bleiben, wenn wir endlich eine Konstanz im Schulbetrieb erreichen wollen.

Wenn es zu weiteren Öffnungen in den weiterführenden Schulen kommen soll, dann kann es derzeit nur über Wechselmodelle und möglichst feste Lerngruppen gelingen – in allen Jahrgangsstufen. Die dafür notwendige Organisation braucht Vorlauf, das ist zu berücksichtigen. Und das hat im Übrigen nichts damit zu tun, dass die Schulen nicht vorbereitet sind, sondern dass sie derzeit Präsenzunterricht in den Abschlussklassen und Distanzunterricht in den übrigen Jahrgängen durchführen.

Die Kolleginnen und Kollegen in den Schulen hatten in den letzten Monaten viel zu ertragen und haben viel getragen. Es muss einmal klar gesagt werden, dass es die Pädagoginnen und Pädagogen in den Schulen und den Kitas waren, die in dieser Krise trotz schlechtester Rahmenbedingungen schulische Bildung und notwendige Betreuung ermöglicht haben – gegen alle Widrigkeiten, Kurzfristigkeiten und Unklarheiten.

Teststrategien und die Erweiterung der Impfangebote können durchaus Hoffnung auf ein weiteres Stück ersehnter Normalität an den Schulen sein, doch noch ist der Weg lang und auch weiterhin nicht ungefährlich. Es muss klar sein, dass diese avisierten Öffnungen sowohl für die Schulen als auch für die Schülerinnen und Schüler und nicht zuletzt für die Eltern noch eine Menge an weiteren Herausforderungen beinhalten. Noch gibt es keine Aussagen zu den Teststrategien, und die Impfangebote gelten nur für einen Teil der Kollegenschaft ab dem 08. März.“

 

Weiterführende Information:

Interview mit Schulministerin Yvonne Gebauer im Kölner Stadtanzeiger.


Pressemitteilung 11/2021
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