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06.12.2012

VBE: U3-Anspruch darf nicht enttäuscht werden

Qualitätseinbußen bei der Kinderbetreuung sind nicht hinnehmbar

Die Betreuung der Kinder unter drei Jahren darf trotz der unsicheren Rahmenbedingungen nicht enttäuscht werden. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW verlangt von der Landesregierung, dass sie den Rechtsanspruch der Eltern, der im nächsten Jahr in Kraft tritt, auch tatsächlich umsetzt. „Das Wohl der Kinder hat Vorrang vor den Sorgen der Landesregierung. Es ist nicht hinnehmbar, dass Eltern weiter verunsichert werden“, so der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann.

Der Rechtsanspruch, der ab 1. August 2013 gilt, sichert Eltern einen U3-Platz für ihre Kinder zu. „Dass trotzdem noch rund 27.000 U3-Plätze fehlen, ist ein Schlag ins Gesicht für alle Eltern, die ihre Kinder gut betreut wissen und gleichzeitig ihr Privat- und Berufsleben vereinbart haben möchten“, ärgert sich Beckmann. Es sei ein Skandal, dass rund ein halbes Jahr vor dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs die Rahmenbedingungen immer noch unausgegoren seien.

Dazu gehöre laut Beckmann auch, dass über Übergangslösungen nachgedacht wird, um diesem Rechtsanspruch zumindest pro forma zu genügen: „Wer Gruppen vergrößert statt verkleinert und Raumzuweisungen verkleinert statt vergrößert, hat keine Ahnung von den Anforderungen, die kleine Kinder haben. Besonders Kinder unter drei Jahren brauchen eine verlässliche, enge und persönliche Betreuung, um eine Bindung aufbauen und sich entwickeln zu können“, erklärt Beckmann. Wer hingegen die Rahmenbedingungen aushöhlt, zeige, dass er nur auf Notlösungen aus sei, aber nicht zu einer qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung stehe.

Der VBE begrüßt deshalb ausdrücklich den heute vorgestellten Antrag der CDU, den U3-Ausbau konsequenter und gleichzeitig hochwertig zu gestalten. Dazu gehöre auch, Quereinsteiger zwar zuzulassen, aber sie besonders umfassend auszubilden, da viele von ihnen aus Berufen kämen, die ursprünglich nichts mit dem Erzieherinnenberuf zu tun haben. Abstriche bei der Qualität dürfe es nicht geben, macht Beckmann klar: „Eine Umschulung im Schnelldurchlauf ist nicht im Sinne der Kinder. Wir haben nichts gegen fachfremde Bewerber und Bewerberinnen, die umschulen, aber eine solche Umschulung muss höchsten Qualitätsanforderungen genügen und die Umschülerinnen müssen sich über diese Anforderungen und die eigene Leistungsfähigkeit bewusst sein“, sagt Beckmann und verweist auf die hohen Abbrecherquoten, die es an privaten Weiterbildungsinstituten gibt: Durchfallquoten von 50-75 % in anderen Bundesländern seien keine Seltenheit, so Beckmann, „leider gibt es in NRW noch keine entsprechenden Erhebungen, diese müssten dringend vorgelegt werden.“


Pressemitteilung 54-12
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