StV/KV-LOGO
13.09.2012

VBE: Das Wohl der Kinder hat absoluten Vorrang

Lockerung der Rahmenbedingungen in U3-Betreuung ist ein Skandal

„Eine Lockerung der Standards in der U3-Betreuung ist nicht hinnehmbar“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW. Die von der Landesregierung vorgesehene Reduzierung des Platzangebots für die U3-Betreuung ist aus Sicht des VBE ein Skandal: „Wenn bei Hühnern die Quadratmeterzahlen verringert werden, gehen die Menschen auf die Straße – aber die Einführung der „Käfighaltung“ für Kinder wird einfach so hingenommen.“

Der VBE unterstützt die Forderung der CDU, dass am Rechtsanspruch für die U3-Betreuung festgehalten werden muss und die Qualitätsstandards nicht abgebaut werden dürfen, nur damit die Statistik stimmt. „Wir erwarten, dass die Landesregierung klar darlegt, wie sie dem Fachkräftemangel entgegenwirken will. Eltern, Kinder und Einrichtungen müssen Planungssicherheit haben. Vor allem vor dem Hintergrund der Vereinbarkeit von Familie und Beruf brauchen Eltern die uneingeschränkte Rückendeckung seitens der Landesregierung und die Sicherheit, dass die Qualität der Betreuung in den Kitas höchsten Ansprüchen genügt,“ so Beckmann. „Nur dann können sie gewiss sein, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind.“ Die momentanen Pläne von Familienministerin Schäfer signalisieren jedoch das Gegenteil, macht der VBE-Vorsitzende deutlich: „Standards werden ausgehöhlt, Gruppen vergrößert und das Platzangebot verkleinert.“

Das sei vor allem fatal, weil wissenschaftlich belegt ist, dass gerade Kinder im Alter bis drei Jahre für ihre Entwicklung zu selbstbewussten Persönlichkeiten eine hohe emotionale Zuwendung brauchen. „Wer also Quantität vor Qualität setzt, verramscht in unverantwortlicher Weise die Zukunft dieser Kinder“, mahnt Beckmann.

Daher brauche es ein stimmiges Personalkonzept, mit dem die Qualität der Betreuung gewährleistet ist. „Wir brauchen dringend mehr Personal, das eine fundierte Ausbildung hat. Eine Qualifikation im Schnelldurchlauf mit Arbeitslosen darf es nicht geben – das ist nicht im Sinne der Kinder“, sagt Beckmann und verweist auf die hohen Durchfallquoten der Quereinsteiger in anderen Bundesländern: „Hier muss die Landesregierung schleunigst eigene Zahlen präsentieren, damit klar ist, wie gut oder schlecht die Ergebnisse bei uns sind. Wir können unsere Kleinsten nur denen anvertrauen, die das nötige Know-How und die entsprechenden emotionalen Fähigkeiten haben.“

Andernfalls, so die Sorge des VBE-Vorsitzenden, würde die Landesregierung Gefahr laufen, schon im U3-Bereich die Kinder zu vernachlässigen und ihre Bildungschancen einschränken.


Pressemitteilung 42-12
Weitere Artikel im Bereich ""
14.09.2012
VBE: Kinder müssen Selbständigkeit lernen
„Kinder brauchen Bewegung – nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Lebensumfeld Schule“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW. Deswegen sei es wichtig, Kindern die Möglichkeit zu geben, den Schulweg selbst zu bestreiten.
04.09.2012
VBE: Löhrmann auf dem richtigen Weg
„Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss bezüglich des 8. Schulrechtsänderungsgesetzes zur Sicherung eines wohnortnahen Grundschulangebots geht die Landesregierung in die richtige Richtung“, sagt Udo Beckmann, der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW. Dieser gebe den Schulträgern einerseits mehr Planungssicherheit und gewährleiste andererseits für die Kinder, dass sie nicht schon zu Beginn ihrer schulischen Laufbahn lange Wege in Kauf nehmen müssen.
Grafik: © VBE NRW
Ihre Qualifizierung vor Ort

Termine, Orte und Anmeldung

Grafik: VBE NRW
Corona: Was Sie wissen sollten

Schulbetrieb in Corona-Zeiten

Grafik: VBE NRW
SL zur Corona-Situation

Forsa Umfrage i. A. d. VBE

Grafik: VBE NRW
Schule heute 11/20

Regelbetrieb in Kitas


URL dieses Artikels:
http://www.vbe-nrw.de/menu_id/424/content_id/3152.html

VBE-Bezirksverbände

Arnsberg Detmold Düsseldorf Köln Münster

copyright © 2001 - 2019 Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW