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21.08.2012

VBE: Gefahren auf dem Schulweg minimieren

Mit dem Fahrrad zur Schule

Zum Schulbeginn treten viele Schulkinder und damit auch Schulanfänger ihren Schulweg per Fahrrad an. Da Kinder als Radfahrer im Straßenverkehr besonders gefährdet sind, müssen Eltern einiges beachten. „Die Sicherheit der Kinder steht an erster Stelle“, betont Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW. „Eltern sollten ihre Kinder frühestens nach bestandener Fahrradprüfung in der 3. oder 4. Klasse alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren lassen.“

Denn gerade jüngere Kinder sind schnell überfordert mit unbekannten und ungeübten Situationen: Nach Angaben des ADAC haben Kinder eine eingeschränkte Wahrnehmung und können die Geschwindigkeiten anderer Verkehrsteilnehmer noch nicht richtig einschätzen. Bis zum Alter von sieben bis acht Jahren ist es ihnen außerdem nicht möglich, vorausschauend zu handeln. „Deswegen sollten Eltern den sichersten Weg zur Schule wählen und diesen gemeinsam mit ihren Kindern über einen längeren Zeitraum einüben. Hilfreich ist hierbei der sogenannte Schulwegplan, den die meisten Schulen bereithalten und der Informationen zu den Gefahrenstellen in der Umgebung der Schule enthält und sichere Schulwege kennzeichnet“, erklärt Beckmann.

Darüber hinaus sollten Eltern dafür sorgen, dass das Rad ihres Kindes verkehrssicher ist und über die nach der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) gesetzlich vorgeschriebene Ausstattung verfügt. Deswegen sollte beim Kauf der Fahrräder auf das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) oder die DIN-Norm 79110 geachtet werden. „Auch ein Fahrradhelm mit TÜV-Zeichen und eine Vorrichtung, mit der die Schultasche sicher transportiert werden kann, sind ein absolutes Muss“, so Beckmann.

„Das Thema ‚Versicherungsschutz‘ spielt ebenfalls eine große Rolle, wenn die Schülerinnen und Schüler mit dem Fahrrad zur Schule kommen“, betont Beckmann. So müsse beispielsweise bedacht werden, dass, wenn der Schulweg aus privaten Gründen länger als zwei Stunden unterbrochen wird, der Rest des Weges nicht mehr versichert ist. Auch gestohlene Fahrräder würden von der Schule nicht ersetzt, da diese keine Haftung für Gegenstände übernimmt, die von den Schülern freiwillig und ohne schulische Notwendigkeit mitgebracht werden. „Die Klassenlehrerinnen und -lehrer sollten die Eltern darüber zum Beispiel im Rahmen der Elternabende umfassend informieren“, schlägt Beckmann vor.


Pressemitteilung 38-12
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