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09.09.2011

VBE: Was lange währt …

Zur heutigen Sondersitzung des Landtags

„Heute ist ein großer Tag für NRW. Ein fast 40 Jahre dauernder Schulstreit ist beendet, auch wenn FDP und Linke es noch nicht wahrhaben wollen. Die Empfehlungen der Bildungskonferenz für einen tragfähigen Schulkonsens in NRW nehmen Gesetzesform an und gehen ihren parlamentarischen Gang“, kommentierte Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW), die heutige Sondersitzung des Landtags, in der die Fraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam das 6. Schulrechtsänderungsgesetz und das Gesetz zur Änderung der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen einbrachten.

Die Weichen für die neue Schulform und die Weiterentwicklung des nordrhein-westfälischen Schulwesens sind gestellt. Durch das 6. Schulrechtsänderungsgesetz erhalten die Schulträger aus Sicht des VBE eine verlässliche Planungsgrundlage zur Sicherstellung eines leistungsfähigen sowie wohnortnahen Schulsystems, das von mehr Durchlässigkeit geprägt sein wird. „Und das begrüßen wir nach wie vor ausdrücklich“, so Beckmann.

Die Sekundarschule werde davon profitieren, dass in ihr die Stärken der bereits bestehenden Schulformen einfließen würden. Dies käme allen Schülerinnen und Schülern zugute. Gleichzeitig stünden die Lehrkräfte im Zuge der Gesetzesänderungen vor einer umfassenden Neuerung des Schulformangebots, dem es durch Aufklärung und Unterstützung in Form eines breitgefächerten Fortbildungsangebotes Rechnung zu tragen gelte. Es müsse sichergestellt werden, dass ein gemeinsames Schulverständnis entstehe, sodass die fachbezogenen Unterrichtsangebote gemeinsam und kompetent gestaltet werden können.

„Wir alle wissen: Demokratie lebt von Transparenz und sichtbarer Verantwortung. In diesem Sinne nehmen wir die schulpolitischen Sprecher der Fraktionen beim Wort und fordern ein verlässliches und transparentes Personalkonzept für die betroffenen Lehrkräfte, das mit den Umgestaltungen der Sekundarstufe zwingend einhergehen muss“, mahnt Beckmann an. Die vom VBE dafür formulierten zentralen Punkte lägen der Ministerin vor. Des Weiteren weise der VBE darauf hin, dass es gerade aufgrund der absehbaren Veränderungen unumgänglich sei, auch die Schulaufsicht neu zu ordnen.

Beckmann betonte darüber hinaus: „Die Eckpfeiler des Konzepts Sekundarschule stehen nun. Jetzt gilt es, auch die weiter bestehenden Schulformen des gegliederten Schulsystems sowie die Grund- und Gesamtschule nicht aus dem Blick zu verlieren.“ Denn auch sie würden aus Sicht des VBE dringend verbesserte Rahmenbedingungen benötigen, wie zum Beispiel kleinere Klassen, mehr finanzielle und zeitliche Ressourcen für Fortbildung, eine Absenkung der Unterrichtsverpflichtung und mehr Zeit für Beratung und Kooperation.

PM 43/11

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