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06.09.2011

VBE: Zeit für Veränderungen

Pressekonferenz der Fraktionen zum Schulgesetz

„Die heute von den Fraktionen CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen vorgelegte Änderung für die Landesverfassung, verbunden mit dem 6. Schulrechtsänderungsgesetz, wird in wenigen Jahren zu einer umfassenden Veränderung des Schulformangebots in NRW führen." erklärte Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE NRW).

Als Mitglied der Bildungskonferenz begrüße er ausdrücklich, dass sich nun in den Gesetzesentwürfen umfassend niederschlage, was die Bildungskonferenz als Reaktion auf die demografische Entwicklung und das veränderte Schulwahlverhalten der Eltern zur Sicherung eines wohnortnahen und leistungsfähigen Bildungsangebots in der Sekundarstufe I empfohlen hat. Die Einführung der Sekundarschule werde dazu beitragen, dass die Durchlässigkeit des Schulsystems deutlich erhöht werde. Positiv sei auch vor diesem Hintergrund die verpflichtende Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs, wie es bereits im Modellversuch Gemeinschaftsschule angelegt sei. Gut sei, dass in die neue Schulform die Stärken der bestehenden Schulformen einfließen würden und diese somit allen Schülerinnen und Schülern zugute kämen. Besonderes Augenmerk sei bei aller Bedeutung, die das Abitur in der öffentlichen Diskussion habe, darauf zu richten, dass die Schülerinnen und Schüler, die jetzt an Hauptschulen unterrichtet würden, die notwendige Förderung erhalten. Die Hauptschullehrkräfte bringen das dafür notwendige Know-how in die neue Schulform ein.

Die Sekundarschule gibt allen an Schule Beteiligten durch die vielfältigen Möglichkeiten ihrer inneren Organisation einen großen Spielraum zur Entfaltung unterschiedlicher pädagogischer Konzepte. Aus Sicht des VBE muss nun umgehend erreicht werden, dass die für die Sekundarschule festgelegte Klassengröße allen Schulformen zugute kommt.

Beckmann abschließend: „Die neue Sekundarschule wird einen hohen Fortbildungsbedarf bei Lehrerinnen und Lehrern auslösen, den es zügig abzudecken gilt und für den neben den finanziellen auch die zeitlichen Ressourcen zur Verfügung zu stellen sind. Zudem werden die Veränderungen in der Sekundarstufe so weitreichend sein, dass eine Neuordnung der Schulaufsicht mittelfristig unumgänglich ist. Sicherzustellen ist auch, dass die Umgestaltungen in der Sekundarstufe mit einem für die betroffenen Lehrkräfte verlässlichen und transparenten Personalkonzept einhergeht.“

PM 42/11

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