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21.12.2011

VBE: Ohne Integration keine Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit

Gesetz zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts

„Soweit unter den besonderen Gegebenheiten möglich, wird durch diesen parteiübergreifenden Gesetzentwurf eine Gleichstellung des islamischen Religionsunterrichts mit dem der christlichen Religionen erreicht. Dies ist aus Sicht des VBE ein großer Schritt nach vorn“, kommentiert Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE NRW), die heutige Vorstellung des Gesetzentwurfs zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lernfach.

Der VBE hatte sich in den vergangenen Jahren immer wieder dafür stark gemacht, dass es einen islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache, unter deutscher Schulaufsicht und mit in Deutschland ausgebildeten Lehrkräften geben soll. „Denn auf diese Weise gehört der islamische Religionsunterricht, genau wie der christliche, zukünftig zum allgemeinen Fächerkanon der Schule“, so Beckmann.

Ebenfalls positiv sei die Tatsache, dass das Ministerium einen Beirat bilden wird, der die Anliegen und die Interessen der islamischen Glaubensgemeinschaften bei der Einführung und der Durchführung des islamischen Religionsunterrichts vertreten soll. Auf diese Weise könne das neue Unterrichtsfach mit dem nötigen Fachwissen sowie hoher Transparenz umgesetzt werden.

Auch wenn die Einführung des islamischen Religionsunterrichts zunächst in einer Übergangsvorschrift realisiert wird, sei dies ein wesentlicher Beitrag zu mehr Integration. Der VBE begrüße, dass das Angebot des islamischen Religionsunterrichts ein freiwilliges ist und gleichzeitig eine Chance für die in Deutschland lebenden Muslimen darstellt, ihren Glauben in einem anderen Land, innerhalb einer anderen Kultur zu leben.

Beckmann abschließend: „Die Einführung des islamischen Religionsunterrichts ist erneut ein Schritt in die Richtung von mehr Chancengleichheit und mehr Bildungsgerechtigkeit.“

PM 61/11

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