2. Schutz der Lehrkräfte, Hygienemaßnahmen, Arbeitsorganisation, Schulbetrieb

Zum Umgang mit dem Coroa-Virus in Schulen verweisen wir auf die nunmehr 22 Schulmails des MSB.

MSB zur Regelungen zum Einsatz des Personals und Umgang mit der Corona-Pandemie: Erlass vom 25.05.2020

Mit der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an den Förderschulen wurde am 23. April 2020 mit den Schülerinnen und Schülern begonnen, die in diesem Schuljahr einen zielgleichen Schulabschluss anstreben oder im Förderschwerpunkt Lernen die 10. Klasse besuchen.  
Die Wiederaufnahme des Unterrichts an den Förderschulen GE und KME erfolgt am 25. Mai 2020. Bei Fragen zu Schulspezifischen Konzepten, Notbetreuung, besonders gefährdeten Schüler/-innen,  Schulbegleitung oder Schutzausstattung für Lehrkräfte verweisen wir auf die Schulmail 22 (Link s.o.)

Ab Donnerstag, 7. Mai 2020, wird in den Grundschulen der Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen wiederaufgenommen. Ab Montag, 11. Mai 2020, werden tageweise rollierend alle Jahrgänge der Grundschule wieder unterrichtet.

Weiterführende Schulen: Ab dem 11. Mai 2020 kommen an den Schulformen der Sekundarstufe I (Hauptschule, Realschule, Sekundarschule) neben der Jahrgangsstufe 10 ein bis zwei weitere Jahrgänge rollierend in die Schule. Entsprechendes gilt für die Studierenden der Abendrealschulen. Ab dem 26. Mai 2020, dem Tag nach dem Haupttermin der Abiturprüfungen, kommen an den Schulformen mit gymnasialer Oberstufe Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangstufen im Rahmen der vorhandenen personellen und räumlichen Kapazitäten im annähernd gleichen Umfang bis zum Ende des Schuljahres dazu.

Weitere Priorisierungen für Berufskollegs ab dem 11. Mai 2020 (in Ergänzung zur 14. SchulMail): siehe dazu Schulmail 21, Link oben.

Eine Grundlage der Wiederaufnahme des Schulbetriebs für weitere Schülergruppen ist die Neufassung der Corona-Betreuungsverordnung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales.

Der Landtag hat in der vergangenen Woche dem „Bildungssicherungsgesetz“ sowie den auf seiner Basis vorgenommenen Änderungen für die verschiedenen Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen zugestimmt. Damit entfallen in diesem Jahr die landeseinheitlich gestellten Aufgaben in Deutsch, Englisch und Mathematik im Abschlussverfahren zum Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und zum mittleren Schulabschluss. Die schriftlichen Prüfungsarbeiten, die an deren Stelle treten, können auch zu einem späteren Zeitpunkt geschrieben werden.

wischen dem 11. Mai und dem 20. Mai 2020 werden die noch ausstehenden ca. 850 Staatsprüfungen der ausscheidenden LAA durchgeführt. Dies geschieht in modifizierten Verfahren in den ZfsL, auch um die Ausbildungsschulen zu entlasten.

Die bis zum 29. Juni 2020 im Rahmen der Qualitätsanalyse geplanten Aktivitäten der Vorphase
(Abstimmungsgespräch) und der Hauptphase (Informationsveranstaltungen, Schulbesuchstage) sowie avisierte Erläuterungsgespräche finden nicht mehr statt, sondern werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Zur Wiederaufnahme des Unterrichts an den Grundschulen und den Primarstufen der Förderschulen: Nordrhein-Westfalen macht nicht von der Möglichkeit des Unterrichtsstarts bereits direkt am 4. Mai 2020 Gebrauch, sondern sieht die Wiederaufnahme des Unterrichts an den Grundschulen und den Primarstufen der Förderschulen für Donnerstag, den 7. Mai 2020 vor.

Parallel zur Wiederaufnahme des eingeschränkten Unterrichtsbetriebes wird die Notbetreuung –angepasst an die Vorgaben des Infektionsschutzes, die auch für den Unterricht in den Klassen gelten (vgl. 15. SchulMail) – fortgeführt. 

Die folgenden Eckpunkte für die Wiederaufnahme des Schulbetriebes sind unbedingt zu berücksichtigen:

  • Bis zu den Sommerferien erhalten die Schülerinnen und Schüler aller vier Jahrgangsstufen den gleichen Zugang zu Schule und Unterricht. Gleichzeitig muss die Notbetreuung weiter angeboten werden.
  • Wenn Lerngruppen in der Regel zumindest halbiert werden müssen und nicht alle Lehrkräfte für Präsenzunterricht zur Verfügung stehen, dann wird ein solcher Unterricht nur jeweils an einem einzelnen Tag möglich sein. Im Laufe einer Woche ergibt sich daraus ein „rollierendes“ System mit tageweisem Unterricht für nur einzelne Jahrgangsstufen. Dies bedeutet eine Mischung aus Präsenzunterricht und Lernen auf Distanz.
  • Ein „Schichtbetrieb“, bei dem an einem Tag unterschiedliche Schülergruppen verschiedener Jahrgänge zu unterschiedlichen Tageszeiten in die Schule kommen, ist ausgeschlossen.
  • Jede Schule passt diese Mindestvorgaben auf ihre individuelle Situation an. Alle Planungen sollen auf Sicherheit ausgelegt sein, so dass bei immer möglichen Personalengpässen – ganz unabhängig von Corona – keine sofortigen Anpassungen erfolgen müssen.
  • Ein so rollierendes System – zumal bei Feiertagen und Ferien an Pfingsten – führt dazu, dass die einzelnen Jahrgangsstufen nicht immer am selben Wochentag in der Schule sein werden. Um Eltern dennoch eine Planungssicherheit für die letzten sieben Schulwochen zu geben, ist ein Unterrichtsplan für alle Jahrgänge für die Zeit bis zu den Sommerferien zu erstellen.
  • Der Umfang des Unterrichts an Präsenztagen hängt wesentlich von den Möglichkeiten der einzelnen Schule ab. Der Präsenztag soll gleichwohl für die Kinder als ganztägiges Angebot – also auch unter Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ganztag konzipiert werden.
  • Bei der Pausen- und Wegegestaltung ist unbedingt darauf zu achten, dass nicht alle am Präsenztag anwesenden Schülerinnen und Schüler zum gleichen Zeitpunkt in die Pause gehen, um hier mögliche Kontakte zu reduzieren.

Weiterhin gelten folgende Regelungen:

  • Hygiene
    Gemäß § 36 Absatz 1 Infektionsschutzgesetz besteht die Pflicht, in Schulen die Einhaltung der Infektionshygiene in einem Hygieneplan festzulegen (Musterhygieneplan erhältlich über das Bildungsportal). Weitere Handlungsempfehlungen zum Einsatz von Lehrerinnen und Lehrern werden vom Betriebsärztlichen Dienst (B·A·D GmbH) zur Verfügung gestellt.
    Darüber hinaus wird das MSB in Kürze weitere Handlungsempfehlungen zur schulischen Hygiene unter Pandemiebedingungen übermitteln.
  • Raumnutzungskonzept
    Aus Gründen eines fortdauernden Infektionsschutzes ist damit zu rechnen, dass auf absehbare Zeit die Klassen und Kurse nicht in der ursprünglichen Größe unterrichtet bzw. auf Prüfungen und Abschlüsse vorbereitet werden können, sondern dass zumindest eine Teilung der Lerngruppen erforderlich sein wird.
    Die dreitägige Vorlaufzeit vom 20. April 2020 bis zum 22. April 2020 gibt die Gelegenheit, in den Schulen Raumnutzungskonzepte zu entwickeln, die einen ausreichenden Abstand bei der Benutzung der einzelnen Räume sowie der Verkehrsflächen und Pausenhöfe sicherstellen. Es empfiehlt sich ein abgestimmtes Vorgehen mit dem Schulträger.
  • Planung des Personaleinsatzes
    Die außergewöhnlichen Umstände für den Schul- und Unterrichtsbetrieb in den kommenden Wochen erfordern besondere Planungen zum Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer. Als Folge der Pandemie ergeben sich erhöhte Krankenstände. Zudem bringt Covid-19 besondere Risiken für bestimmte Personengruppen mit sich. Das MSB wird zum Umgang mit den damit verbundenen Fragen weitere Informationen übermitteln.

  • Ansprechpartner
    Um den Schulträgern in Nordrhein-Westfalen die Beschaffung von Schutzausrüstung sowie Hygieneprodukten und Desinfektionsmitteln zu erleichtern, haben die Bezirksregierung Münster und die IHK Nord Westfalen in Abstimmung mit dem Ministerium für Schule und Bildung eine Online-Datenbank erarbeitet, in die sich entsprechende Hersteller und Lieferanten eintragen können. Nachdem die Freischaltung der dazugehörigen Internetseite  zwischenzeitlich erfolgt ist, können dort in der nächsten Woche Angebote eingesehen werden.

  • Hygienemaßnahmen im Schülerverkehr
    Durch die schrittweise Wiederaufnahme des Schulbetriebes nutzen Schülerinnen und Schüler seit dieser Woche wieder vermehrt Busse und Bahnen. Um die Ansteckungsgefahr auch auf dem Weg zur Schule so gering wie möglich zu halten, haben das Land, die kommunalen Spitzenverbände und die Branchenverbände Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen (NWO) Hinweise und Verhaltensregeln für einen besseren Infektionsschutz im Schülerverkehr erarbeitet. Diese sind auf der Webseite des Verkehrsministeriums abrufbar.
Lesen Sie auch:

1. Notbetreuung und sonstige Präsenzpflicht


2. a Unterstützung bei der Rückkehr in den schulischen Alltag


3. Besoldung und Vergütung


4. Arbeitsplatz als tarifbeschäftigte Lehrkraft


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6. Personalratswahl


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9. Wo bekomme ich Informationen her?


10. Was sollte ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich angesteckt zu haben?


11. Neuer Zeitplan für die Prüfungen in NRW


12. Konferenzen


13. Stornierung Klassenfahrten / Veranstaltungen


14. Blaue Briefe


16. Einstellung in den Vorbereitungsdienst zum 01.05.2020


17. Kein Termin beim Gesundheitsamt zur Gesundheitsuntersuchung


19. NRW verzichtet auf VERA 3


20. Sommersemester 2020 findet statt


21. Maskenpflicht in NRW ab dem 27.04.2020


22. Einrichtung von Online-Angeboten für den Schulbetrieb


23. Zusätzliches Serviceangebot


15. Alles, was man wissen muss: 12 Informationen für die LAA


Lehramtsanwärter/-innen 2020 

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Die aktuelle CORONA-FAQ-Liste

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Personalvertretungen für Lehrkräfte in NRW


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