StV/KV-LOGO
28.05.2018

VBE: Besser die großen Herausforderungen in der Schulrealität anpacken

Vorstoß der Landesregierung für ein Kopftuchverbot

Der Landesregierung sind bisher keine Fälle bekannt, durch die der Schulfrieden durch eine Kopftuch tragende Schülerin gestört wurde. Das geht aus der heute veröffentlichten Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor. Der Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW, Stefan Behlau, erklärt: „Wir lehnen ein Kopftuchverbot nicht pauschal ab, allerdings gibt es nach unserer Meinung dringendere Aspekte, um Integration erfolgreich umzusetzen. Die Einführung eines Verbots würde die Arbeit in den Bildungseinrichtungen nicht zwingend erleichtern.“

Bisher ist noch offen, ob es eine Gesetzesänderung oder eine Empfehlung für die jeweilige Haus- und Schulordnung geben wird. „Selbstverständlich darf kein Mädchen gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen. Alle Kinder und Jugendliche haben das Recht auf eine freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit und müssen selbstbestimmt leben können. Um diese Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und junge Menschen zu mündigen und eigenständigen Persönlichkeiten zu erziehen und zu bilden, bedarf es auf der einen Seite an ausreichendem und qualifiziertem Personal in den Bildungseinrichtungen. Und auf der anderen Seite bedarf es auch gelingender Integrationskonzepte, die sicherlich eine Wertevermittlung im Sinne der freiheitlich demokratischen Grundordnung beinhalten“, erklärt Behlau.

Der VBE weist auf die spürbar täglichen Herausforderungen in den Bildungseinrichtungen hin. Stefan Behlau: „Sowohl Kita als auch Schule leiden unter Fachkräftemangel. Ohne ausreichend Personal kann es keine individuelle Förderung geben. Die von uns geforderten multiprofessionellen Teams, zu denen u.a. Schulsozialarbeit gehört, müssen endlich Standard werden und wirken nachhaltiger als politische Symbolhandlungen in Form von Verboten.“

Hyperlink zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 948


Pressemitteilung 46-2018
Weitere Artikel im Bereich ""
28.05.2018
VBE: Bildung darf keine Frage des Geldbeutels sein

Anlässlich der heute veröffentlichten Studie „Eltern Zoom 2018“ betont der VBE seine bisherige Forderung nach beitragsfreien Kitas. „Wer echte Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit will, der ermöglicht allen Kindern den gleichen Zugang zur Bildung. Eltern von Kitagebühren zu befreien, wäre ein wichtiger Schritt hin zum Wahlversprechen der weltbesten Bildung. Niedersachsen macht uns diesen Schritt zur Chancengleichheit bald vor“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

14.05.2018
VBE: Lehrerbesoldung ist auch Chefsache!

Der VBE bilanziert ein Jahr nach der NRW-Wahl die schwarz-gelbe Schulpolitik. „Offensichtlich ist es bisher nicht bis zu Ministerpräsident Laschet vorgedrungen, dass nahezu alle aktuellen Herausforderungen der Schulpolitik eng verknüpft sind mit dem Personalmangel. Wer gleiche Arbeit ungleich bezahlt, wird den Lehrermangel nicht beheben. Noch vor der Wahl stellte die CDU fest, dass sich unbezweifelbar bei der Bezahlung etwas ändern müsse. Aus dem Schulministerium kommen diesbezüglich endlich positive Signale. Wir erwarten jetzt eine klare Ansage von Armin Laschet“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

09.05.2018
VBE: Jede Schule braucht Schulsozialarbeit

Alle wollen Schulsozialarbeit, aber keiner möchte sie bezahlen. Es ist überfällig, diese wertvolle Instanz auszubauen. Schulsozialarbeit ist ein essentieller Baustein für mehr Bildungsgerechtigkeit. Die Sicherung und der Ausbau der Stellen wären qualitative Antworten auf die aktuellen Herausforderungen in der Schule.  Dennoch darf Schulsozialarbeit nicht als Allzweckwerkzeug missverstanden werden. Schulsozialarbeiter sind keine Aushilfslehrer, sondern bilden u.a. eine wertvolle Schnittstelle zwischen der Schülerschaft, den Eltern und den Lehrkräften. Multiprofessionelle Teams sollten längst Standard sein“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW, anlässlich des heutigen Antrags der SPD zur Zukunft der Schulsozialarbeit im Schulausschuss.

08.05.2018
VBE: Wertschätzung für Bildungsarbeit fehlt

„Alle Lehrkräfte verdienen den gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Die noch immer bestehende Ungerechtigkeit der ungleichen Bezahlung spiegelt die zu geringe Wertschätzung für die Bildungsarbeit wider. Die Konsequenz aus der gleichwertigen Ausbildung hätte bereits unter Rot-Grün erfolgen müssen. Völlig inakzeptabel wäre allerdings eine Anpassung, die nur die neu ausgebildeten Lehrkräfte berücksichtigt, wie zuletzt angekündigt. Die Praxiserfahrung der im Dienst befindlichen Lehrkräfte und die gestiegenen Herausforderungen müssen im Lohn endlich Berücksichtigung finden“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

04.05.2018
VBE: Unterstützen statt belasten

„Wir brauchen keine weiteren Bestandsaufnahmen, sondern ausreichend Personal. Wir brauchen echte Maßnahmen und nicht nur das Abhaken des Koalitionsvertrages. Vom Ministerpräsidenten erwarten wir eine Ankündigung des gleichen Lohns für gleiche Arbeit, um langfristig für genügend Lehrkräfte zu sorgen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

Grafik: VBE NRW
Ihre Qualifizierung vor Ort

Termine, Orte und Anmeldung

didacta
Messe Köln

19. - 23.02.19

Grafik: DSLK
Schulen gehen in Führung

Düsseldorf, 21. - 23.03.19

Grafik: VBE NRW
Branchentag Lehrkräfte

VBE in Königswinter


URL dieses Artikels:
http://www.vbe-nrw.de/menu_id/670/content_id/5333.html

VBE-Bezirksverbände

Arnsberg Detmold Düsseldorf Köln Münster

copyright © 2001 - 2018 Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW